Als eine 27-Jährige die Zustände im Keller eines Bietigheimer Pizzaservice gesehen hatte, wo sie mit einem 42-Jährigen verabredet war, ist der Frau offensichtlich die Lust auf Sex vergangen. Weil der Angeklagte trotzdem mehr wollte, wurde er vom Marbacher Schöffengericht zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt.
In einer Sachsenheimer Spielhalle lernte die damals 27-Jährige einen ihr bis dato völlig Unbekannten kennen. Der 42 Jahre alte Mann gab ihr von seinem Glücksgewinn ab, damit sie weiter „zocken“ konnte. Schließlich verabredeten sich die beiden auf einen Drink noch in derselben Nacht im November 2008.
Der Wirtssohn erinnert sich: „Es war ein Liebesgespräch, wie am Anfang einer Beziehung.“ Es sei vor allem darum gegangen, wo man die Nacht zusammen verbringen würde. Die anschließende Fahrt ging nach Bietigheim in die Räume eines Pizzaservice. Der Angeklagte, ein Mitarbeiter des Ladens, gab sich als dessen Besitzer aus. Erst habe man noch „oben“ getrunken, dann habe er sie in den Keller zum „Schäferstündchen“ auf den Sofas in den uneinsehbaren Keller geladen. „Wir waren uns einig, Sex zu haben, und plötzlich wollte sie nicht mehr“, klagte der Mann. Deshalb habe er sich hingelegt und wollte schlafen.
Dann sei sie auf einmal nackt vor ihm gestanden, aber da war es dann auch schon vorbei mit seiner „Libido“. Später sei die Polizei vor der Tür gestanden, die sie mit seinem Handy gerufen hatte. Zur Tatzeit hatten beide 2,5 Promille im Blut.