Ganz cool und obendrein erfolgreich hatte Ronald Thompson seine neue Arbeitsstelle angetreten. 16 Punkte in Trier, sogar 25 im Heimspiel gegen Gießen – der Spielmacher erwischte einen prächtigen Start beim Basketball-Bundesligisten EnBW Ludwigsburg.
Doch inzwischen haben sich die Gegenspieler auf den nur 1,77 m kleinen Thompson eingestellt. Das Überraschungsmoment ist weg. Der 27-Jährige wurde in Oldenburg und im Derby gegen die Tigers Tübingen gewaltig unter Druck gesetzt. Insgesamt neun Ballverluste führten Thompson vor Augen, wie intensiv in der BBL gekämpft wird.
Gegen die Tigers sprang David McCray in die Bresche. Seine Balleroberung mit Korberfolg in der entscheidenden Phase stellte die Weichen auf Sieg. Den folgenden Super-Dreier erzielte er derart versteckt aus der hintersten Ecke, dass wir die Punkte zunächst Quadre Lollis zugeschrieben haben. Dies sei an dieser Stelle offiziell korrigiert.
McCray hatte jedenfalls großen Anteil daran, dass die Ludwigsburger den vierten Sieg in den letzten fünf Spielen feierten und mit großem Selbstvertrauen das nächste Derby am Samstag in Ulm angehen können.
Auch für die Basketballer gilt der Satz, den der Handballer Nico Kibat gestern formulierte: „Am Ende zählt im Leistungssport das, was unterm Strich rauskommt.“ Beim Zweitligisten SG BBM Bietigheim kommt eine ganze Menge heraus, seit Jochen Zürn Trainer ist. Mit dem 33:26 gegen den ThSV Eisenach erhöhten Kibat und Co. ihre Erfolgsserie auf 9:3 Zähler.
Vor dem Gastspiel am Samstag in Delitzsch erläuterte der Spielmacher, was sich verändert hat. „Durch den breiten Kader hatten wir eine gewisse Unzufriedenheit in der Mannschaft“, so Kibat. „Der Trainer hat in Einzel- und Gruppengesprächen die Rollen aufgezeigt.“ Dadurch sei der Teamgedanke in den Vordergrund gerückt, was sich prompt in den Resultaten niederschlägt.
Die Kampfansage folgte unmittelbar nach dem souveränen 6:1-Sieg gegen Crimmitschau am vergangenen Freitag. „Den vierten Platz wollten wir unbedingt haben und haben ihn jetzt. Jetzt ist Platz 3 das nächste Ziel“, formulierte Torjäger
Alexander Serikow den Anspruch des Eishockey-Zweitbundesligisten
SC Bietigheim-Bissingen vor Beginn der Play-offs.
„Jetzt können wir in den letzten Spielen angreifen“, blies auch Trainer
Christian Brittig zur Attacke, auch wenn es zwei Tage später bei der 2:3-Niederlage nach Verlängerung in Kaufbeuren nur zu einem Punkt reichte. Noch liegen zwei Hauptrundenspiele vor den Steelers, danach folgt eine gut einwöchige Pause für den Meister, in der die Mannschaften auf den Plätzen 7 bis 10 zwei weitere Viertelfinalteilnehmer ausspielen. Am 23. März beginnt dann für die Schwaben die heiße Phase der Saison mit einem Heimspiel. Mögliche Gegner sind in der Best-of-seven-Serie Landshut, Riessersee oder der Erzrivale aus Heilbronn.
Inzwischen hat sich
Sinisa Martinovic wieder seinen Platz im Steelers-Tor gesichert, nachdem ihm zwischenzeitlich
Martin Morczinietz den Rang abgelaufen hatte. Brittig wird froh sein, dass er sich auf beide Keeper verlassen kann.
Auch in den Sturmreihen wurde gewechselt, zuletzt rückte US-Boy
Tommy Goebel in die Paradeformation neben
Justin Kelly und
Alexander Serikow. Weitere Schachzüge in den Play-offs sind nicht ausgeschlossen.