17. März 2010 | Drucken | Versenden
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Vier Jahre als Manager bei den Steelers sind genug: Michael Komma beendet am 30. April seine Arbeit im Ellental.
Vier Jahre als Manager bei den Steelers sind genug: Michael Komma beendet am 30. April seine Arbeit im Ellental.
Bild: Baumann

Komma setzt Schlusspunkt

Bietigheim-Bissingen – Der finanzielle Aderlass beim Eishockey-Zweitligisten SC Bietigheim-Bissingen fordert nun auch sein erstes personelles Opfer: Michael Komma, seit vier Jahren als Manager für die sportlichen Belange bei den Steelers verantwortlich, wirft entnervt die Brocken hin.

Zaghaft und halbherzig hatte der 45-jährige Bad Tölzer in der jüngsten Vergangenheit Fragen nach seiner Zukunft bei den Steelers beantwortet. Gesprächen über die Verlängerung seines bis zum 30. April 2010 datierten Vertrages wich er aus, nun sah er sich zum Handeln gezwungen. Seinen Entschluss, der für viele nicht unerwartet kam, hat der sportliche Leiter gestern Klaus Ossig, dem Zweiten Vorsitzenden des Vereins, offiziell mitgeteilt.
Dass in der Entscheidung eine gehörige Portion Gram, aber auch vier Jahre Herzblut für eine engagierte Sache eine Rolle gespielt haben, verhehlt Komma nicht: „Der Verein ist in seinen Strukturen gut aufgestellt. Die wichtigste Personalie, die Verlängerung des Vertrages mit Trainer Christian Brittig bis 2012, ist unter Dach und Fach. Meine Arbeit ist getan“, sagte der frühere Verteidiger der Berlin Capitals, der seit der Saison 2006/2007 in verantwortlicher Position bei den Steelers wirkte.

Nach „vier schönen und erfolgreichen Jahren“ hat Komma letztlich die Rückführung des Spieleretats um mehr als die Hälfte zu diesem Schritt, der durchaus der Anfang vom Ende einer Ära im Ellental sein könnte, gezwungen. „Ich bin schon erschrocken, dass so deutlich heruntergefahren wurde. Wir haben so viel aufgebaut und erreicht, aber mit diesen Mitteln ist eine Fortsetzung der Arbeit auf hohem Niveau unmöglich“, findet er offene und zugleich kritische Worte.
Vor Kommas Engagement hatte der Zweitligist gerade die Play-offs verpasst. In den Spielzeiten unter seiner Regie hatte sich das nicht wiederholt, im vorigen Jahr waren die Steelers in der 2. Bundesliga sogar Meister geworden.
In der heißen Play-off-Phase will sich Komma noch engagiert einbringen. „Natürlich werde ich meinen Vertrag bis zum letzten Tag erfüllen“, sagt er und erteilt Gerüchten, bereits mit den Hamburg Freezers in Verbindung zu stehen, eine klare Absage: „Bis heute habe ich alle Konzentration auf die Steelers gesetzt und immer noch Hoffnung gehabt.“

Andreas Steimann

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