Das Licht begann dämmrig zu werden, das Derby neigte sich seinem Ende zu. Es war kurz nach 19.30 Uhr gestern Abend, as Spiel stand 1:1, und dabei würde es, darin waren sich zu diesem Zeitpunkt viele Zuschauer einig, bis zum Schluss auch bleiben. Für den Gastgeber wäre ein Punktgewinn ein Erfolg gewesen: Freiberg war in der ersten Hälfte das bessere Team, Münchingen kam in der zweiten Hälfte besser ins Spiel, „Freiberg war erst spielbestimmend und hat dann den Faden verloren“, sagte TSV-Coach Oliver Munz. SGV-Trainer Ramon Gehrmann stimmte ihm zu: „Wir haben aufgrund der ersten Halbzeit verdient gewonnen, das Spiel nach unserer Führung aber unerklärlicherweise aus der Hand gegeben“, sagte Gehrmann.
Nach knapp einer Stunde hatte Münchingens Marc Pendl ein Kopfballduell verloren, Freibergs Adam Wilczynski steckte zu Dibran Thaqi durch, der den Ball an TSV-Keeper Michael Quattlender vorbei- und dann ins Tor legte.
Nur fünf Minuten später foulte Sven Franzen Münchingens Sascha Häcker im Strafraum, den fälligen Elfmeter verwandelte Guiseppe Greco sicher zum Ausgleich. Danach war es ein „50:50-Spiel“, wie Gehrmann sagte. Dann brach die letzte reguläre Spielminute an: Sven Franzen schlug eine schulbuchmäßige Flanke auf den eingewechselten Rajko Stankovic, der den Ball wie in einem Lehrbuch ins lange Eck des Münchinger Tores köpfte. „Da war eine gehörige Portion Wut dabei, weil er nur Einwechselspieler war“, sagte Gehrmann. „Rajko ist ein sehr ehrgeiziger Spieler.“
TSV Münchingen: Quattlender – Singer, Sparka, Eisele, Degirmenci – Koch, M. Pendl, Coppola (58. Wetsch), Greco (81. Frenkel), Häcker – Buck (68. Kniller).
SGV Freiberg: Kraus – Franzen, Härter, Salopek, Rummel – Kovac, Wilczynski, Spieth (62. Avdiu), Del Genio (80. Stankovic), Gorgoglione (68. Asch), Thaqi.
Tore: 0:1 Thaqi (58.), 1:1 Greco (63./Foulelfmeter), 1:2 Stankovic (90.)./ Zuschauer: 350.
