Mit Lieder und Tänzen aus ihrer rumänischen Heimat wollten die 30 Kinder und ihre Begleiter aus Rumänien bei einem Festakt einfach mal Danke sagen. Danke für die Hilfe, die sie seit 20 Jahren vom Förderverein Kinderheim Zsobok bekommen.
Die Rumänienhilfe ist ein gemeinsames Kind der Gemeinden Murr, Freiberg und Erdmannhausen. Vor 20 Jahren fing alles an: Nachdem im Fernsehen erschreckende Bilder über die Not der Menschen in Rumänien zu sehen gewesen waren, wollten die Vereinsmitglieder der ersten Stunde gern helfen. 1990 setzte sich der erste Hilfskonvoi, bestehend aus 13 Transportern, in Bewegung. Er brachte den Menschen in Rumänien so dringend benötigte Alltagsdinge wie Lebensmittel, Medikamente und Kleidung.
Es war keine ungefährliche Fahrt, erinnerte sich der Vorsitzende des Fördervereins Günther Burk beim Festakt im Freiberger Prisma. So ging in Rumänien ohne Begleitung von Sicherheitskräften eigentlich gar nichts. Trotzdem gelang es den Helfern, die Güter zu den notleidenden Menschen zu bringen. Angesichts der schrecklichen Zustände, die sie zu sehen bekamen, wurde schnell klar, dass diese Hilfe nicht nur einmalig sein konnte: „Wenn man etwas gibt, so bekommt man es vielfältig zurück“, davon ist Günther Burk überzeugt.
Seit jener ersten Fahrt sind die mehr als 200 Freiwilligen inzwischen über 500 000 Kilometer gefahren und haben vor allem aus dem vom Aussterben bedrohten Dorf Zsobok einen lebenswerten Ort gemacht. Der Bau einer Straße, die Finanzierung eines Kinderheims und die Starthilfen für Bäckerei und Mühle gaben den Dorfbewohnern eine Zukunft. „Hilfe zur Selbsthilfe“, lautet das Motto des Fördervereins und Günther Burk dankte nicht nur all den fleißigen Helfern, sondern auch den Gemeinden Murr, Freiberg und Erdmannhausen, die die Hilfsprojekte stets unterstützt haben.