5. Januar 2012 | Drucken | Versenden
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Zufriedene Gesichter gab es nach der Motivationsschulung an der Hirschbergschule. Das Bild zeigt Schüler und Dozenten.
Zufriedene Gesichter gab es nach der Motivationsschulung an der Hirschbergschule. Das Bild zeigt Schüler und Dozenten.
Bild: privat
LUDWIGSBURG

Jugendliche erhalten Motivationsschub für ihr Engagement

(red) – „Jetzt weiß ich, wie wir weitermachen können“, sagte Cem, als er gefragt wurde, ob ihm die Teilnahme an einer Motivationsveranstaltung an der Hirschbergschule in Eglosheim etwas gebracht habe. Er leitet zusammen mit seinem Partner eine AG mit dem Namen „Clean your city“. Er will zusammen mit Marvin regelmäßig im Stadtteil für Ordnung sorgen, weil er sich am umherliegenden Müll stört und weil er gerne in Eglosheim lebt.
Anstoß gab ihnen Pia Brahm, die als Pädagogische Assistentin an der Hirschbergschule neben ihrer Mitarbeit im Unterricht auch Projekte organisiert, die das Schulleben bereichern. Sie entdeckte die Arbeit der Ashoka-Jugendinitiative in Berlin und fasste den Gedanken, so etwas auch in Eglosheim zu versuchen.
Ashoka, 1980 gegründet und in 70 Ländern aktiv, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Rahmenbedingungen für Jugendengagement zu verbessern. Es wird Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 20 Jahren erleichtert, sich mit Spaß und Wirkung in ihrem Umfeld sozial zu engagieren. Dafür stellt Ashoka sein Netzwerk zur Verfügung und knüpft neue Kontakte, wie jetzt in Ludwigsburg. Neben einer Startfinanzierung von bis zu 800 Euro bietet eine Jury aus Experten, Team-Coaches und Multiplikatoren lokale Unterstützung bei der Umsetzung von Ideen.
Seit Mai 2011 laufen fünf Projekte an der Hirschbergschule, in denen Schülergruppen aus der Klassenstufe fünf bis sieben ehrenamtlich ihre jüngeren Mitschüler im Fußball oder Handball anleiten, Tischtennis mit Grundschülern spielen, Reinigungsaktionen im Schulgelände oder sonst wo in Eglosheim organisieren sowie Mitschülern das „Jerken“ (Rap-Tanz) beibringen wollen. Die Gruppen fanden sich in einem Workshop, stellten einer Jury ihr Projekt vor und erhielten Geld vom Sponsor Kreissparkasse Ludwigsburg, um Bälle, Trikots, Tischtennisschläger und andere Dinge einzukaufen.

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Im neuen Schuljahr schien bei der einen oder anderen Gruppe ein wenig die Luft raus zu sein. Es wurde Zeit, die jungen Menschen noch einmal ein wenig zu unterstützen und neu zu motivieren.
Dazu hatte Pia Brahm zusammen mit Christin Heuer, Schulbetreuerin der Ashoka-Jugendinitiative aus Berlin, hochkarätige Unterstützer dazu gebracht, den Jugendlichen ihr Wissen und ihre Erfahrung zur Verfügung zu stellen.
Maximilian Drobac, Regionaldirektor der Kreissparkasse, beriet die Gruppen im Umgang mit den Finanzen und bei der Frage, wie Geldmittel durch Sponsoren gesichert werden können.
Jens Kenserski, Geschäftsführer der Eventagentur „Pulsmacher“ gab Tipps zum Thema „Coole Werbung“. „Mein Training ist irgendwie etwas chaotisch“, stellte Arjanit (13) fest. Andrea Förster, Übungsleiterin beim SKV Eglosheim, konnte ihm mit ihrer Erfahrung im Planen und Durchführen von Übungseinheiten wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Stefan Danner, Konrektor der Hirschbergschule, sprach mit den Jugendlichen über das Problem der Aufsicht und die Gewinnung von Aufsichtspersonen und Theresa Bömer-Schulte, Lehrerin eine Klasse fünf der Hirschbergschule, beriet zum Alltagsthema Konfliktbewältigung.
Besonders beeindruckten aber Hans Storck und Baran Keskin, zwei Jugendliche, die mit Hilfe des Stadtteilbudgets aus Berlin angereist waren, um über ihre Erfahrungen als Ashoka-Jugendgruppenleiter zu berichten.