Die Fußgängerzone entrümpeln will die Stadt mit ihrem Kundenstopper-Verbot. Und damit den Blick auf die Schaufenster lenken. Doch was passiert mit denen, die keine Präsentationsfläche auf Flanierhöhe haben?
„Das Verbot ist zu kurz gedacht“, klagt Karlheinz Wagner (Underground). Sein Geschäft liegt im Untergeschoss. Und ohne Kundenstopper in der Fußgängerzone verliert er Laufkundschaft: „Zehn bis fünfzehn Prozent weniger“, sagt er. Wagner ist einer von mehreren Einzelhändlern, die sich in den vergangenen Wochen an die Stadt gewandt haben. Sie wollen das Kundenstopper-Verbot, das seit diesem Jahr gilt, nicht akzeptieren.
Müssen sie aber wohl, wie die Stadt nun bei der Mitgliederversammlung des Innenstadtvereins Luis deutlich gemacht hat. Eine Ausnahme von der Regel wird es in diesem Fall nicht geben, erklärt auch Martin Kurt vom Fachbereich Stadtplanung auf Anfrage unserer Zeitung. Aber: „Wir wollen gemeinsam mit den betroffenen Einzelhändlern nach Lösungen suchen“, verspricht er. Die Stadt werde in nächster Zeit auf die Händler zugehen.
Als Ersatz könne sich Kurt unter anderem schlanke Metallkästen vorstellen, auf denen die Händler werben könnten. „Diese sollen aber keinesfalls die Stopper ersetzen. Sie sollen lediglich ein Instrument für besondere Situationen sein“, erklärt der Stadtplaner. Wie genau diese Metallkästen allerdings aussehen könnten und vor allem, was sie kosten würden, das ist noch nicht geklärt.