(ad) – Die neu gebildete integrierte Leitstelle von Feuerwehr und Rotem Kreuz (DRK) soll im September 2011 im Gebäude des DRK in der Reutteallee eröffnet werden. Derzeit wird ein Kosten- und Personalplan ausgearbeitet.
Jahrelang wurde gestritten und verhandelt. Zu weit lag das Interesse der beteiligten Organisationen auseinander. Eine gemeinsame Leitstelle im Kreis wurde so lange Zeit unmöglich gemacht, obwohl es ein Landesgesetz vorschreibt.
Feuerwehr und DRK betreiben bislang getrennte Leitstellen, arbeiten aber trotzdem eng zusammen. Auf dem Gebiet der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr ist aber aus Kostengründen eine Entwicklung hin zu größeren Leitstellen notwendig.
Die vom DRK betriebene Rettungsleitstelle koordiniert den Rettungsdienst, Krankentransport, Sanitätsdienst, Betreuungsdienst, fragt Krankenhäuser ab und weist das Zielkrankenhaus zu. Die Feuerwehrleitstelle übernimmt dagegen die Alarmierung der Wehren und Spezialdienste. Künftig werden diese Aufgaben in einer gemeinsamen Leitstelle erledigt.
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In der neuen Leitstelle sollen nachts zwei Mitarbeiter im Dienst sein. Die weitere Besetzung wird nach dem zu erwartenden Einsatzaufkommen bemessen. Das Team einer Leitstelle muss ständig den Überblick über zum Teil mehrere gleichzeitig laufende Einsätze behalten und sich untereinander abstimmen. Daher ist neben Fachwissen auch Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie Stressresistenz gefragt.
Seit Monaten arbeiten im Landkreis Arbeitsgruppen an der Konzeption der gemeinsamen Leitstelle. Die vorhandene Technik soll verwendet und geringfügig ergänzt werden.
Bauliche Veränderungen müssen im Haus des DRK nur in kleinem Maße organisiert werden. Gegenwärtig wird über den Kosten- und Personalplan verhandelt und entschieden. Zum Vergleich: In Heilbronn wird derzeit ebenfalls eine integrierte Leitstelle eingerichtet. Die Kosten dafür betragen 4,2 Millionen Euro.
Kreisbrandmeister Arnd Marquardt rechnet damit, dass die gemeinsame Leitstelle im September nächsten Jahres ihre Arbeit aufnehmen wird. Im Jahr 2012 soll dann die Einführung des Digitalfunks folgen. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, betonte Kreisbrandmeister Marquardt.