Mehr Verkehr und dadurch mehr Lärm in Ludwigsburg – so lautet das Ergebnis eines vom Regierungspräsidium in Auftrag gegebenen Gutachtens. Darin wurde untersucht, welche Auswirkungen der Bau der Neckarbrücke für die umliegenden Kommunen hat. In Ludwigsburg werden die Rufe nach einer Umgehungsstraße jetzt immer lauter.
Was passiert, wenn in Remseck-Aldingen die neue Brücke über den Neckar gebaut wird? Mit dieser Frage muss sich zunehmend auch die Stadt Ludwigsburg auseinandersetzen. Ein Lärmgutachten des Regierungspräsidiums hat ergeben: Ludwigsburg ist unmittelbar von der Brücke betroffen. Vor allem die Anwohner der Stuttgarter Straße (B 27), der Robert-Franck-Allee und der Aldinger Straße müssen mit mehr Verkehr und damit mehr Lärm rechnen. Die Anwohner der Friedrichstraße östlich der B 27 (Richtung Remseck) können hingegen auf eine Entlastung hoffen. Allerdings: Laut Gutachten wird der Verkehr in Zukunft auch unabhängig vom Brückenbau weiter zunehmen.
• Robert-Franck-Allee: Nach der letzten Verkehrszählung von 2009 fahren täglich etwa 16 800 Autos durch die Robert-Franck-Allee. In zehn Jahren werden es 21 500 sein, so das Gutachten. Mit neuer Brücke sogar 23 700 – das entspricht einer Zunahme von 41 Prozent. Schuld daran ist der Standort der geplanten Brücke. Sie soll weiter im Süden als die derzeitige Neckarquerung liegen. Ein Teil des Verkehrs aus Remseck würde dadurch auch weiter im Süden und damit nicht mehr durch die Friedrichstraße, sondern über die Aldinger Straße und die Robert-Franck-Allee in die Stadt fahren.
• Stuttgarter Straße: Auch die Anwohner der Stuttgarter Straße (B 27) müssen sich auf mehr Verkehr einstellen. Derzeit werden täglich etwa 35 800 Autos an der Einmündung der B 27 in das Stadtgebiet gezählt. In zehn Jahren sollen es 42 000 Fahrzeuge sein, mit neuer Brücke sogar 44 500 – eine Steigerung von 26 Prozent.