11. März 2010 | Drucken | Versenden
KREIS LUDWIGSBURG

Polizei erwischt mehr Autofahrer unter Drogeneinfluss

Alkohol und Drogen am Steuer: Diese Kombination hat die Polizei im vergangenen Jahr immer wieder beschäftigt. Denn die Zahl der alkoholisierten Autofahrer ist im Vergleich zu 2008 fast unverändert hoch geblieben.

Wie die Polizeidirektion Ludwigsburg in ihrer gestern in unserer Zeitung vorgestellten Verkehrsbilanz 2009 schreibt, wurden bei Kontrollen und Streifengängen im vergangenen Jahr 812 alkoholisierte Fahrer registriert; mehr als der Hälfte von ihnen wurde der Führerschein sofort abgenommen. Ein, wenn auch schwacher Trost: Die Zahl der Alkoholunfälle ging um 4,3 Prozent auf 246 zurück. 230 davon haben alkoholisierte Fahrer verursacht, bei 73 dieser Unfälle kamen Menschen zu Schaden.
Gestiegen ist dagegen die Zahl derer, die mit Drogen am Steuer erwischt worden sind, und zwar von 346 im Jahr 2008 auf 448 im vergangenen Jahr. In 36 Fällen hat die Polizei den Führerschein beschlagnahmt. Die Zahl der Unfälle, bei denen ein Beteiligter unter Drogeneinfluss stand, ging von 27 auf 13 zurück. Trotz dieser „positiven Tendenz“ geht die Polizei von einem „nicht zu unterschätzenden Dunkelfeld“ aus. Die flächendeckenden Kon- trollen im Landkreis werden deshalb weiterhin aufrechterhalten, kündigt Frank Rebholz, der Chef der Polizeidirektion Ludwigsburg, an.
Auf dem von der Polizeidirektion betreuten Autobahnabschnitt zwischen Mundelsheim und Leonberger Dreieck (A 81) sowie zwischen Heimsheim und dem Stuttgarter Kreuz (A 8) wurden bei Alkohol- und Drogenkontrollen im vergangenen Jahr 136 Fahrer (2008: 111) beanstandet.

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Deutlich höher fiel die Zahl der Autofahrer aus, die sich nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit auf der Autobahn hielten: 517 Raser wurden angezeigt. Und weil es sich in diesen Fällen nicht um Bagatellen handelte, sondern „um massive, die Sicherheit gefährdende Geschwindigkeitsverstöße“, mussten alle Fahrer mit einem Fahrverbot rechnen. Diesem Ergebnis entsprechend wird die Polizei auch in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf Tempokon- trollen legen.
Weil die beiden Autobahnabschnitte zu den meistbefahrenen im Land gehören, steigt die Unfallhäufigkeit und damit die Stauanfälligkeit – auch das erhebt die Polizei in einer „Stauanalyse“. Demnach addierten sich im vergangenen Jahr die Staus zu einer Gesamtlänge von 3581 Kilometern (Vorjahr: 5322 Kilometer). 1265 Stunden lang drehte sich kein Rad auf den 51 Kilometern der vom Autobahnpolizeirevier Ditzingen betreuten Abschnitte. Hauptursachen waren in dieser Reihenfolge: Unfälle, Baustellen und hohes Verkehrsaufkommen.
Ein Beitrag der Polizei zu mehr Sicherheit auf den Straßen ist die Fahrradausbildung an den Grundschulen. Mehr als 3000 Schüler wurden im vergangenen Jahr geschult. Dazu kommen regelmäßige Kon- trollen, bei denen es um technische Mängel geht.

Sabine Frick

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