Alkohol und Drogen am Steuer: Diese Kombination hat die Polizei im vergangenen Jahr immer wieder beschäftigt. Denn die Zahl der alkoholisierten Autofahrer ist im Vergleich zu 2008 fast unverändert hoch geblieben.
Wie die Polizeidirektion Ludwigsburg in ihrer gestern in unserer Zeitung vorgestellten Verkehrsbilanz 2009 schreibt, wurden bei Kontrollen und Streifengängen im vergangenen Jahr 812 alkoholisierte Fahrer registriert; mehr als der Hälfte von ihnen wurde der Führerschein sofort abgenommen. Ein, wenn auch schwacher Trost: Die Zahl der Alkoholunfälle ging um 4,3 Prozent auf 246 zurück. 230 davon haben alkoholisierte Fahrer verursacht, bei 73 dieser Unfälle kamen Menschen zu Schaden.
Gestiegen ist dagegen die Zahl derer, die mit Drogen am Steuer erwischt worden sind, und zwar von 346 im Jahr 2008 auf 448 im vergangenen Jahr. In 36 Fällen hat die Polizei den Führerschein beschlagnahmt. Die Zahl der Unfälle, bei denen ein Beteiligter unter Drogeneinfluss stand, ging von 27 auf 13 zurück. Trotz dieser „positiven Tendenz“ geht die Polizei von einem „nicht zu unterschätzenden Dunkelfeld“ aus. Die flächendeckenden Kon- trollen im Landkreis werden deshalb weiterhin aufrechterhalten, kündigt Frank Rebholz, der Chef der Polizeidirektion Ludwigsburg, an.
Auf dem von der Polizeidirektion betreuten Autobahnabschnitt zwischen Mundelsheim und Leonberger Dreieck (A 81) sowie zwischen Heimsheim und dem Stuttgarter Kreuz (A 8) wurden bei Alkohol- und Drogenkontrollen im vergangenen Jahr 136 Fahrer (2008: 111) beanstandet.