23. August 2008 | Drucken | Versenden
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Auch die eigene Beobachtung gehört zum Anti-Schnarch-Training.
Auch die eigene Beobachtung gehört zum Anti-Schnarch-Training.
Bild: Alfred Drossel
LUDWIGSBURG

Schnarcher vor der TV-Kamera

Morgens ein trockener Mund und ein verärgerter Lebenspartner – bittere Realität für jede Schnarchnase. Abhilfe bietet Evi Angela Daub und ihre selbst entwickelte Daub-Methode. Die hatte schon so vielen Schnarchern geholfen, dass gestern sogar ein Spiegel-TV-Team eine Trainingseinheit in Ludwigsburg dokumentierte.

Ein Kursteilnehmer sitzt auf einem Stuhl, hält einen Handspiegel vor sich, leuchtet mit einer Taschenlampe in das innere seines Mundes.
Der Kameramann des Fernsehteams kniet vor dem Kursteilnehmer und zoomt auf die Zunge. Hier sind deutliche Abdrücke vom Gebiss zu erkennen. Ein schlechtes Symptom. Verspannungen im Kiefer lösen dieses Problem aus.
„Die Verspannungen, die sich am Tag anhäufen, nehmen wir mit in die Nacht“, erklärt Martin Demele vom am Bahnhof gelegenen Daub-Zentrum. „Diese können schon ab vier Jahren entstehen. Denn im Kindesalter kann es oft vorkommen, dass wir bestimmte Haltungsfehler wie zum Beispiel einen Krummrü-cken von Bezugspersonen übernehmen. Das hat weniger etwas mit erben als mit anpassen zu tun.“
Die Daub-Methode wendet sich nicht nur an Schnarcher. Auch Migräne, Rückenschmerzen oder Tinnitus können mit dem richtigen Training behoben werden. Dieses besteht vorrangig aus verschiedenen Übungen, die den Kiefer und die Halsmuskulatur entspannen und lockern. Des Weiteren schützen die richtigen Atemübungen vor einem austrocknen des Mundes während man schläft.
Robert Rosner ist einer der zehn Teilnehmer heute. Er ist mit der Daub-Methode hochzufrieden: „Ich habe schon nach kurzer Zeit mit dem Schnarchen aufgehört. Die Tagesmüdigkeit ist weg und ich bin fit wie ein Turnschuh. Bei mir waren vor allem eine falsche Sitzhaltung im Büro schuld. Ich hab viel rumge-lümmelt und saß oft krumm in meinem Stuhl.“ Auch seine Lebensgefährtin freue sich darüber: „Die hat nachts jetzt erstmal ihre Ruhe.“
Als nächstes testen die Teilnehmer die Größe ihres Gaumenzäpfchens. Hierbei gilt: Je kleiner dieses ist, desto besser. Mit einfachen Übungen wird nun versucht, dass Zäpfchen in eine gute Position zu bringen.
„Das Erfolgsrezept lautet Kontrolle und Disziplin“, erklärt Evi Angela Daub. „Schnarchen ist nichts anderes als ein Symptom für bestimmte Verspannungen. Mit fünf Minuten Aufwand pro Tag kann man diese lockern, aber man muss eben den Ein-stieg schaffen und dann dranbleiben“, verrät Daub.
Zahntechnikerin und Sängerin Daub, die früher selber über Verspannungsprobleme klagte, entwickelte ihre Methode Anfang 2004 und testete sie ihm Bekanntenkreis. Aufgrund des Erfolges folgten dann ab 2005 erste öffentliche Trainings.
Info: Der Film wird gesendet am Freitag, 10. Oktober, 22.15 Uhr, auf Vox in Spiegel TV. Das Daub-Zentrum im Internet unter:

Friedrich Huster
» www.daubmethode.de