15. März 2010 | Drucken | Versenden
GEMMRIGHEIM

Sieg mit 57 Stimmen Vorsprung

Monika Chef bleibt Bürgermeisterin von Gemmrigheim. Mit einer knappen Mehrheit von 57 Stimmen hat sie den zweiten Wahlgang gewonnen. Chef tritt damit bald die dritte Amtszeit in der Neckargemeinde an.

Die Erleichterung war Monika Chef anzusehen, als Gemeinderat Jörg Frauhammer gestern um 19.15 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses das Wahlergebnis verkündete. Fest umarmte die 51-Jährige ihre Familie und ihre Mitarbeiter, die ihr zum Wahlsieg gratulierten. Nicht nur sie hatte feuchte Augen. Mit knapper Mehrheit hat Chef ihre dritte Bürgermeisterwahl in Gemmrigheim gewonnen. Im zweiten Wahlgang hat sie zwar drei Prozent weniger Stimmen erhalten als bei der ersten Runde vor zwei Wochen, doch gestern reichte die einfache Mehrheit.
Im Foyer des Rathauses sicherte Chef den Bürgern zu: „Ich verspreche, mich weiterhin mit vollem Herzen und mit meiner ganzen Energie für unsere liebens- und lebenswerte Gemeinde einzusetzen.“ Mit dem Ergebnis sei sie schon zufrieden, ließ sie durchblicken. Mit Blick auf den Wahlkampf meinte Chef aber auch: „Ich bin froh, dass alles vorbei ist.“ Einen Tag vor der Wahl hatten anonyme Gegner noch Flugblätter mit persönlichen Angriffen gegen die Bürgermeisterin im Ort verteilt. „Ich werde von mir aus alles dafür tun, entstandene Gräben zuzuschütten“, rief Chef in die Runde. Sie wolle ein „gutes Miteinander“ in Gemmrigheim und hoffe auf „konstruktive Zusammenarbeit“.

Anzeige
Der Gemmrigheimer Unternehmer Jürgen Böhm stand geknickt im Foyer. Nachdem er schon vor acht Jahren als Gegenkandidat von Monika Chef gescheitert war, ging es dieses Mal denkbar knapp zu. „Schade“, meinte der 49-Jährige, „ich hätte gute Konzepte gehabt, es hätte sich vieles zum Guten verändert in Gemmrigheim.“ Sein Wahlergebnis sieht er als Zeichen für bürgerschaftliches Engagement im Ort: „Wir alle sehen: Der Einsatz lohnt sich.“ Für den dritten Kandidaten, Uwe Matteis, heißt es nach dem anstrengenden Wahlkampf jetzt erst mal ausruhen. Er geht trotz seines deutlichen Rückstandes erhobenen Hauptes zurück nach Bad Cannstatt. „Ich habe mich in Gemmrigheim sehr gut aufgehoben gefühlt“, sagte der 39-jährige Betriebswirt gestern. Der Wahlsiegerin wünscht er, dass sie auch ihren Gegnern in Zukunft offen begegnen kann. „Sie wird massiven Druck aushalten müssen“, meint Matteis.
Fernseh-Koch Vincent Klink kam gestern übrigens nicht zur Ehre einer Stimme von den Gemmrigheimer Wählern. Nur 12 der insgesamt 1649 gültigen Stimmen entfielen auf Kandidaten, die nicht zuvor auf dem Wahlzettel standen. Der „Exot“ war dieses Mal Außenminister und FDP-Chef Guido Westerwelle, darüber hinaus bekamen Gemeinderat Jörg Frauhammer fünf und Kämmerin Bernhardine Weidler vier Stimmen.
Die Wahlbeteiligung war mit 57,5 Prozent der Stimmen etwa ein Prozent niedriger als beim ersten Wahlgang vor zwei Wochen.



Börsenspiel

vergrößern vergrößern

Eva Riefer
» Kommentar

Unsere Sonderthemen
gesund & aktiv 2012
Ludwigsburger Gesundheitstage im
Forum am Schlosspark. Samstag und Sonntag.

Bildergalerien
» alle Bildergalerien
Schneeschuh-
wanderung im Allgäu
Schneeschuhtour_Startbild.jpg
Fasching in Neckarweihingen 2012
09_Fasching Neckarweihingen_9.jpg
Zeitung in der Schule
Geschichts-Portal
Leserfotos
Alles zum Thema ...
Leben mit der Natur