28. Januar 2012 | Drucken | Versenden
KREIS LUDWIGSBURG

Üppiger Wohnraum auf dem Lande

Mehr als 21,6 Millionen Quadratmeter Wohnfläche gab es im Jahr 2010 im Landkreis Ludwigsburg. Pro Einwohner reichte das zu 41,8 Quadratmeter. Auch alle anderen vier Landkreise in der Region liegen unter dem Landesdurchschnitt von 42,9 Quadratmeter.

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Das Statistische Landesamt addierte die Wohnfläche und teilte die Summe durch die Einwohnerzahl von 517 985. „Wir können aber nicht differenzieren zwischen genutztem und leerstehendem Wohnraum“, sagt Bernhard Payk vom Landesamt. Der Vergleich mit 2009 zeigt: Die Zahl der Quadratmeter nahm im Landkreis Ludwigsburg um 0,7 Prozent zu, die der Einwohner um 0,2 Prozent. Payk: „Wenn das Plus bei den Wohnflächen größer ist als bei den Einwohnerzahlen, wächst automatisch die Pro-Kopf-Fläche.“ Das ist die Ursache, dass in den vergangenen acht Jahren auch im Landkreis die durchschnittliche Wohnfläche je Kopf im Landkreis immer weiter wuchs. Der Trend ist ungebrochen.
Allerdings gibt es in 22 Landkreisen Baden-Württembergs schon eine Wende: Dort sinkt die Zahl der Einwohner. Dazu gehört der Main-Tauber-Kreis, der mit üppigen 47,3 Quadratmeter je Einwohner Spitzenreiter aller 35 Landkreise ist – nur noch übertroffen von der Villenstadt Baden-Baden mit 52,5 Quadratmeter.
Dagegen wächst in Stuttgart die Bevölkerung stärker als neuer Wohnraum: Mit 36,9 Quadratmeter liegt die Landeshauptstadt denn auch auf dem vorletzten Platz. Schlusslicht ist Freiburg mit 36,2 Quadratmeter.
Der Stadt-Land-Unterschied in der Wohnflächenversorgung nehme weiter zu, sagen die Statistiker. Zudem gibt es im ländlichen Bereich mehr Einfamilienhäuser und damit gleichzeitig im Schnitt große Wohnungen. Dies hängt auch mit regional unterschiedlichen Siedlungsdichten und Baulandpreisen zusammen, erklärte das Statistische Landesamt. Mit abnehmender Bevölkerungszahl nähmen allerdings die Leerstände zu, so die Statistiker.

Günter Bächle
» Wohnfläche pro Kopf steigt weiter