(siha) – Ein gewählter Bürgermeister wird in öffentlicher Sitzung des Gemeinderats offiziell vereidigt und verpflichtet, so verlangt es die Gemeindeordnung. Auch für den neuen Rathauschef, Thomas Müller, wurde es eine kurzweilige Veranstaltung.
Nach der Verabschiedung von Alt-Bürgermeister Werner Nafz berief der erste stellvertretende Bürgermeister Peter Huber in der Gemeinschaftshalle formell die Sitzung ein. „Die Sitzung ist eröffnet, die Kommunalaufsicht passt auf. Unter den zahlreichen Gästen sitzen auch irgendwo die Gemeinderäte“, sagte er mit Schmunzeln.
Bei der Wahl am 7. Februar hatte Thomas Schäfer mit rund 80 Prozent der Stimmen die Nase vorn. „Ich möchte Sie verpflichten, damit wir ab sofort wieder einen Bürgermeister haben“, sagte Nafz. Schäfer gelobte, „die Rechte der Gemeinde gewissenhaft zu wahren und ihr Wohl und das ihrer Einwohner nach Kräften zu fördern“, wie es in der Verpflichtungsformel heißt.
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Thomas Schäfer dankte seinen Wählern für ihr Vertrauen. Das Wahlergebnis gebe ihm Zuversicht für die kommenden Aufgaben. „Ich bin mir bewusst, dass sie große Fußstapfen hinterlassen, in die ich erst reinwachsen muss“, sagte der 28-Jährige und zitierte Kurt Tucholsky: „Erfahrungen vererben sich nicht. Jeder muss sie allein machen.“
Die Liste der Wünsche für und an den neuen „Ersten Bürger im Ort“ ist lang. Dieter Wurz hoffte als Vertreter der Hemminger Vereine auf „eine ebenso gute Zusammenarbeit, wie in der Vergangenheit“, Gisela Schmidt als Vertreterin der Kindergärten und der Sprachförderung wünschte, „dass die Bildung und Betreuung weiterhin in guten Händen ist“. Schlossbesitzer Freiherr Ulrich Varnbüler hoffte, „dass meine Nachkommen nach 32 Jahren mit Herrn Schäfer eine ähnlich positive Bilanz ziehen“.
Gerd Spiegel, Bürgermeister von Schwieberdingen, wünschte Schäfer die Urteilskraft eines Advokaten, das Gedächtnis eines Elefanten und die Hartnäckigkeit eines Gerichtsvollziehers.