Es war hauchdünn, aber es hat gereicht. Monika Chef bleibt Bürgermeisterin in Gemmrigheim. Trotz heftiger Kritik, die die Amtsinhaberin in den vergangenen Wochen einstecken musste, hat die 51-Jährige die meisten Wähler hinter sich gebracht. Darüber war sie gestern Abend sichtlich erleichtert, doch Grund zum Jubeln hat sie eigentlich nicht: 702 Stimmen sind noch einmal 62 weniger als sie im ersten Wahlgang vor zwei Wochen erreicht hat.
Ihr größter Herausforderer Jürgen Böhm wird sich zumindest in den nächsten Wochen immer wieder fragen: Was wäre gewesen, wenn Uwe Matteis nicht so fest an seine Chance geglaubt hätte? Hätte es für Böhm, den Unternehmer aus dem Ort, gereicht, wenn die Wähler im zweiten Wahlgang nur zwei Bewerber zur Auswahl gehabt hätten?
Die Spekulationen sind müßig, die Wahl ist entschieden. Jetzt ist die Frage, wie Monika Chef ihre dritte Amtszeit angehen wird.