26. Juli 2010 | Drucken | Versenden
vergrössern
Weniger Parkplätze gleich mehr Aufenthaltsqualität?
LUDWIGSBURG

Weniger Parkplätze gleich mehr Aufenthaltsqualität?

„Wir brauchen eine attraktive Innenstadt“ – das sei ihr Anliegen und auch Thema des jüngsten Wahlkampfs gewesen, erklärt Dirk Werhahn, Sprecher der Grünen Ludwigsburg. Die Idee hinter der Aktion vom Samstag: Schillerplatz, Arsenalplatz und Marktplatz sollen einen Dreiklang, eine Achse in der Stadt bilden, erklärt Werhahn im Gespräch mit unserer Zeitung.
Der Schillerplatz ist in diesem Konzept als „Tor zur Stadt“ gedacht. Eine Rampe bietet die Möglichkeit für kleine Aufführungen. „Hier wird Schiller eine Bühne geboten“, sagt Werhahn. Gleichzeitig könnte so die Identität als Film- und Medienstadt symbolisiert werden. Geschäfte sind ebenfalls eine Möglichkeit den Schillerplatz zu beleben. Ein Neubau auf der einen Seite könnte die Lücke zum Staatsarchiv schließen und Platz für Geschäfte schaffen. Im Plan der Grünen verbirgt sich zudem ein bekannter Vorschlag: Bereits vor zwei Jahren brachten sie in die Diskussion um den Schillerplatz die Idee ein, doch einen Teil der Kreissparkasse in eine Ladenpassage umzuwandeln. Mit der Kreissparkasse abgesprochen ist das freilich nicht. Ganz in der Nähe des geschäftigen Treibens auf dem Schillerplatz wünscht sich der Ortsverband auf dem Arsenalplatz hohe Aufenthaltsqualität. Sitzgelegenheiten, Wiesen und ein Café könnten den Rahmen für einen Treffpunkt bilden. Wassergebundene Wege durchziehen beide Plätze. Damit ist schlicht und einfach eine bestimmte Art von Schotter gemeint, erklärt Werhahn. Der sei auch mit Stöckelschuhen oder Rollstühlen gut nutzbar und ließe gleichzeitig Regenwasser durch.
Die Parkplätze auf dem Arsenalplatz halten die Grünen für absolut verzichtbar. „Die Zahl der Parkplätze pro Einwohner ist in Ludwigsburg überdurchschnittlich hoch im Vergleich zu ähnlichen Städten“, sagt Werhahn. (sts)