17. März 2010 | Drucken | Versenden
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LUDWIGSBURG

Weniger Verletzte bei Verkehrsunfällen

1360 Unfälle gab es vergangenes Jahr. Ein leichter Anstieg zu 2008, langfristig ist die Zahl der Unfälle jedoch gesunken. Viele der Zusammenstöße ereigneten sich an fünf Unfallschwerpunkten im Stadtgebiet. Wie diese sicherer werden können, hat die Stadt nun dargelegt.

Mit 16 Unfällen in drei Jahren – drei davon mit Schwerverletzten – ist die Kreuzung von Marbacher Straße und Bottwartalstraße trauriger Spitzenreiter bei den Unfallschwerpunkten. Deshalb schlägt Richard Schlichzcin vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung vor, dort an der Ampelanlage stadteinwärts größere Leuchtfelder anzubringen.
Unfallschwerpunkte werden nach unterschiedlichen Kriterien definiert. Zum einen sind es Stellen, an denen es – wie nördlich des Residenzschlosses – innerhalb von drei Jahren mehrere Unfälle mit Verletzten gab. Zum anderen Stellen, an denen mehrfach die gleiche Art von Unfall passierte, etwa viermal die Vorfahrt missachtet wurde.
Die Unfallursache wird bei der Definition der Unfallschwerpunkte berücksichtigt, bislang hat die Stadt aber nur die Zahlen bis 2008 analysiert. Die Unfallstatistik von 2009 wird momentan ausgewertet, so Hans Thomas Oberacker vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung. Dazu gehört auch zu überprüfen, ob sich die Zahl der Unfälle an der Kreuzung Heilbronner Straße/Marienstraße verringert hat. Dort wurde die Ampelanlage auf das besser sichtbare LED-Licht umgerüstet. Von 2006 bis 2008 hatte es an dieser Stelle immerhin elf Unfälle mit Verletzten gegeben.

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An der Kreuzung Friedrichstraße und Hohenzollernstraße waren es in drei Jahren sechs Unfälle mit Verletzten. Dort soll bei der Neuplanung der Radwege eine eigene Ampelphase für Linksabbieger in die Hohenzollernstraße eingeführt werden. Ob das gelingt, ohne die grüne Welle auf der Friedrichstraße zu unterbrechen, überprüft die Unfallkommission noch.
Mit sechs Unfällen allein in 2008 ist auch die Kreuzung von Schwieberdinger Straße und Ruhrstraße in der Top 5 der Unfallschwerpunkte von Ludwigsburg. Dort wurden jedoch glücklicherweise keine Menschen verletzt. Ebenso wenig in Neckarweihingen, wo die Polizei fünf Zusammenstöße an der Kreuzung der Neckarbrücke zur L 1100 protokollierte.
Die Stadt hat für 2008 fünf Unfallschwerpunkte im Stadtgebiet ausgemacht. Das sind immerhin sieben weniger als 2007. Zurückgegangen ist auch die Zahl der Leichtverletzten. Also der Menschen, die noch vor Ort vom Rettungsdienst behandelt werden konnten. Mit 47 Schwerverletzten ist die Zahl der Menschen, die 2008 nach einem Unfall stationär im Krankenhaus behandelt wurden, im Vergleich zu 2007 leicht gestiegen. 2009 sank die Zahl der Schwerverletzten jedoch wieder auf 30, so Daniela Waldenmaier, Pressesprecherin der Polizeidirektion Ludwigsburg.
Die Zahl der Verkehrstoten schwankte in den vergangenen Jahren. So kamen 2003 fünf Menschen ums Leben, 2007 und 2008 jeweils vier, 2009 einer. 2008 gab es insgesamt 1328 Unfälle, 60 davon im Zusammenhang mit Alkohol.

Heike Armbruster
» Grafik: Unfallschwerpunkte in Ludwigsburg

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