Im kleinen Kreis feierte die Egerländer Gmoi Kornwestheim-Ludwigsburg am Samstag die Wiedereröffnung ihrer Heimatstube im alten Bahnhof. Nach der Renovierung sind die Räume schmuck hergerichtet und sollen Begegnungsort für die Egerländer sein, aber auch die Kornwestheimer locken.
Um im Interesse der Öffentlichkeit zu bleiben, will Vorstandsvorsitzender Thomas Zelenka „öfter etwas Neues“ bieten – man wolle schließlich „nicht Asche sammeln, sondern die Flamme weiterreichen“.
Für verschiedene Veranstaltungen oder wechselnde Präsentationen lässt sich dank der jetzt geschaffenen Flexibilität in Kürze ein neues Interieur schaffen. So sind alle Möbel mit Rollen ausgestattet, Bilder und Karten sind mit einem Galeriesystem an den Wänden befestigt. „Wir haben keinen Nagel in der Wand, können so immer wieder umgestalten“, erläuterte Zelenka.
Eine durchdachte Planung ging der sorgfältigen Gestaltung der Details voraus. Vom Ergebnis überzeugten sich gut ein Dutzend geladene Gäste, darunter Bürgermeister Michael Köpple, CDU-Landtagsabgeordneter Klaus Herrmann und Siegfried Kächele vom Stadtausschuss Sport und Kultur. Dabei hat die Egerländer Gmoi selbst tief in die Kasse gegriffen und die Renovierung in Eigenleistung gestemmt.
Die Heimatstube ist mit zahlreichen Erinnerungsstücken aus dem Egerland ausgestattet. Selten und wertvoll sind die Egerländer Kästen: massive, mehr als 200 Jahre alte, bemalte Schränke mit Muschelbeschlägen. Neben Büchern aus dem Antiquariat findet sich in den Kästen ein originalgetreuer Nachbau eines Böhmischen Bocks, das ist ein Dudelsack.