Die „Rainbows“ feiern Geburtstag: Seit zehn Jahren erfreut der junge Chor des Singvereins Möglingen sein Publikum. Grund genug, am Samstagabend mit einem kurzweiligen Konzert und später einer Ü30-Party ausgelassen zu feiern.
Wenn ein Chor ein Jubiläum begeht, dann ist es nur konsequent, dass möglichst viele Gratulanten vorbeikommen, um ihre Glückwünsche und Präsente zu überbringen. Im Falle der „Rainbows“ taten dies vor allem die zahlreich gekommenen Möglinger, die das CVJM-Haus am Samstagabend füllten. Sie haben das aus Sicht der Sänger wahrscheinlich schönste Geschenk mitgebracht: ihre Präsenz verbunden mit viel Applaus als Dank und Anerkennung für das, was der Chor alleine schon in den vergangenen zehn Jahren alles auf die Bühne gebracht hat. Ein Potpourri davon gab’s in Form von musikalischen Desserthäppchen, deren finale Reihenfolge die Möglinger übrigens selbst wählen durften. Im Vorfeld des Konzerts lagen Stimmzettel mit den zehn Lieblingsstücken des Chores aus – gewissermaßen die Top Ten der letzten Jahre.
Am Ende war dann klar: „Mama Loo“ war der absolute Topfavorit der Möglinger. Diesen Titel wählten sie mit großer Mehrheit auf Platz eins ihrer eigenen kleinen Hitparade. Als dieser Songs zum Ende des Konzerts präsentiert wurde, lag bereits ein ebenso umfang-, wie facettenreiches Programm hinter Sängern und Zuhörern, das mit sichtlich viel Begeisterung aufgenommen wurde.
Den Auftakt hatten dabei die Gäste des halb so alten Bosch-Chors „Vocal Ignition“ gemacht: Sie waren mit Pianist Benedikt Moser eigens angereist, um persönlich zu gratulieren – mit einer kleinen Auswahl aus ihrem jazzig angehauchten Repertoire, das so bekannte Klassiker wie „For the longest time“, „Speak softly love“ oder „Let’s do it“ umfasste. Schwungvoll war der Auftakt ins Jubiläumskonzert also zweifellos. Spätestens mit „Hey Jude“ ließ sich auch das Publikum gehen, stimmte ein und klatschte mit. Ein rundum gelungenes Geburtstagsgeschenk. Die „Rainbows“ setzten dann noch einen drauf: Unter der Leitung ihrer Dirigentin Monica Humérez und unterstützt durch die beiden Instrumentalisten Michael Karbach (Piano) und Arno Koch (Schlagzeug) ließen sie einige Höhepunkte der Pop- und Rockgeschichte Revue passieren. Mit „Seize the day“ stiegen sie in die von den Möglingern gewählte Top Ten ein, die so illustre Titel wie „Will you be there“, „Sentimental Journey“, „Only time“, oder den „Flashdance“ ausmachten.
Eine durchdachte Mischung also aus flotten Rocksongs und einfühlsamen Balladen als ein repräsentativer Querschnitt jener Literatur, mit der sich die „Rainbows“ bei ihren Fans beliebt und bekannt gemacht haben.