Anfangs seien sie schon skeptisch gewesen, erzählt Karsten Adlung von seinem ersten Gespräch mit Verantwortlichen beim Stuttgarter Wilhelma-Zoo. Doch der Remsecker überzeugte mit seinem Konzept: Sein Kartenspiel Manimals, das für das Spiel des Jahres 2007 nominiert war, gibt es nun als eigene Wilhelma-Ausgabe.
Das Prinzip des Kartenspiels, das seit zwei Wochen beim Hochberger Adlung Verlag erscheint, ist einfach, aber doch außergewöhnlich: Auf jeder der 55 Spielkarten ist auf der Vorderseite ein gezeichnetes Tier abgebildet, auf der Rückseite gibt es eine Reihe an Informationen dazu. Und diese sind nicht als schnöder Text verpackt, sondern mit Symbolen gekennzeichnet.
Der Große Ameisenbär etwa, der auf dem Bild seine Zunge in einen Termitenbau steckt, ist ein Säugetier. Das zeigt das rosa Euter, der auf der Rückseite gedruckt ist. Und das Stück Fleisch, das ebenfalls als Symbol abgebildet ist, erklärt, dass der Ameisenbär ein Fleischfresser ist.
Und nicht nur Kinder, auch Erwachsene können bei Manimals – das sich aus den englischen Wörtern many und animals, also viele Tiere zusammensetzt – noch eine Menge lernen. Davon ist zumindest Karsten Adlung überzeugt. Auf ihn selbst trifft das auch zu, obwohl er sich als Tierfan bezeichnet. Unzählige Bücher hat er zu Hause, die er immer wieder durchforstet. Bei dem aktuellen Wilhelma-Spiel hat der Zoo, genauer die Wilhelmaschule, die Tiere ausgewählt, die auf die Karten sollen. Dem Verleger war dabei wichtig, dass auch das Okapi, eine Art Waldgiraffe, vertreten ist: „Das ist das Lieblingstier meines Neffen.“