9. Februar 2010 | Drucken | Versenden
REMSECK

Standort für Feuerwehrmagazin ist weiter in der Diskussion

Das geplante Feuerwehrmagazin „Rechts des Neckars“ wird die Stadtverwaltung weiterhin beschäftigen. Nachdem sich Landwirt Jörg Obergfäll wegen des Standorts an den Petitionsausschuss gewandt hatte, hat sich dieser gestern vor Ort umgeschaut. Seine Anregung: das Magazin weiter vom Hof der Obergfälls wegrücken.

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Das Gebäude, über das so eifrig diskutiert wird, soll am Rande von Neckarrems entlang der Marbacher Straße entstehen: Dort, wo Jörg Obergfäll mit seiner Frau Sonja auf zwölf Hektar einen Hofladen und eine Gärtnerei betreibt (wir berichteten). Die Stadt braucht für das neue Magazin ein etwa 3000 Quadratmeter großes Gelände, das sie seit vielen Jahren an den Landwirt verpachtet hat.
Der Landwirt und seine Frau fürchten aber um ihre Existenz, sollte der Acker für sie künftig wegfallen. „Mir geht es auch darum, Perspektiven, Entwicklungsmöglichkeiten für den Betrieb zu haben“, sagte Jörg Obergfäll gestern. Ihm gehe es einzig und allein um den Acker. Dass dieser „unstreitig ein wichtiger Acker“ für die Familie sei, sagte auch Oberbürgermeister Karl-Heinz Schlumberger. Aber: „Es ist eben einer, der der Stadt gehört.“
Bei dem Termin gestern, bei dem die Betroffenen erst im Neckarremser Rathaus angehört wurden, ehe es zum möglichen Feuerwehrstandort ging, waren sich die Petenten und die Stadtverwaltung nicht immer einig darüber, wer was in der Vergangenheit zugesagt, versprochen und abgelehnt hat. Doch Landtagsabgeordnete und Ausschuss-Berichterstatterin Andrea Krueger sprach ein Machtwort: „Wir kommen hier nicht weiter, wenn die Fronten, die ohnehin schon da sind, verhärten.“
Die im Dezember vorgestellten neuen Pläne für das Feuerwehrareal sehen vor, Gebäude und Parkplätze etwa 60 beziehungsweise 30 Meter weiter vom Obergfäll’schen Hof wegzurücken. Wie Ausschussmitglied Werner Wölfle sagte, könnte mit ein bisschen Anstrengung ein Teil der 30-Ar-Fläche gerettet und das Feuerwehrmagazin trotzdem gebaut werden. „Das wäre eine faire Lösung“, sagte Jörg Obergfäll. Vor Ort regte Andrea Krueger an, ob das Magazin nicht noch weiter zur Kreuzung Marbacher Straße/Hummelbergweg gerückt werden könnte, also weg vom Hof. Die Haupteinfahrt zum Magazin soll bestehen bleiben. „Wenn sich diese Möglichkeit ergäbe, hätte der Petent die Chance, weitere Jahre eine etwas anders zugeschnittene Pachtfläche zu haben“, sagte Krueger. Bis Anfang März soll die Verwaltung prüfen, ob dies planerisch möglich ist. Erhebliche Mehrkosten dürfen laut Schlumberger aber nicht anfallen. Wie berichtet, ist der geplante Bau schon jetzt 300 000 Euro teurer als die kalkulierten 3,3 Millionen Euro. Laut Krueger wird der Petitionsausschuss bei seiner Sitzung im März eine Empfehlung abgeben.

Dorothee Kauer
» Petitionsausschuss
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