(je) – Wer als Dozent bei der Kinderuni antritt, der muss auf alles gefasst sein. Auf spontane Fragen und spontane Ideen der jungen Zuhörer. So gerät eine durchgeplante Vorlesung schnell einmal auf Abwege.
Die beiden Dozenten an der Pädagogischen Hochschule, Dr. Anette Hoffmann und Ekkehard Jürgens, haben diese Erfahrung schon gemacht. „Die Kinder haben mich aus meinem Konzept gebracht. Aber das war ganz gut so“, erzählt Jürgens. Nach dem dritten Satz habe er sein Manuskript zur Seite gelegt, und sich nur noch an den vorbereiteten Bildern orientiert.
Ein Vortrag bei der Kinderuni sei viel interaktiver als im normalen Hochschulbetrieb. „Man muss ganz flexibel auf die Zuhörer eingehen und aus seiner Systematik ausbrechen können.“
Mit unerwarteten Fragen sah sich Anette Hoffmann konfrontiert. „Damals ging es um die Anfänge der Olympischen Spiele, und es wurde immer wieder nach den Kindern in dieser Zeit gefragt“, erinnert sie sich.
Auch wenn es einige Vorbereitungszeit in Anspruch nimmt, beiden Dozenten hat die Kinderuni so viel Spaß bereitet, dass sie sich dieses Jahr wieder mit einem Vortrag beteiligen.
Dr. Anette Hoffmann wird passend zur Fußball-Weltmeisterschaft die Frage klären: „Wo kommt eigentlich der Fußball her?“ Und auch Ekkehard Jürgens Thema reicht weit in die Vergangenheit zurück: „Eiszeitkunst für Kinder: Als die Menschen malen lernten . . .“