Mit ihren historischen Alleen und Gärten fühlt sich Ludwigsburg dem Grün in der Stadt besonders verpflichtet. Ein Grünleitplan ist in Arbeit, auszugsweise wird er bei der Zukunftskonferenz vorgestellt. Und dabei dürfen Bürger auch ihre Anregungen vorbringen.
So dicht besiedelt die Stadtregion ist, über 50 Prozent der Gemarkung ist landwirtschaftliche Fläche. Auch im Innenbereich hat Ludwigsburg große Grünflächen. Jetzt sollen diese Bereiche besser vernetzt werden, so Baubürgermeister Hans Schmid. „Und dazu brauchen wir kreative Ideen aus der Bürgerschaft.“
Natürlich hat die Verwaltung vorgearbeitet. Sie hat einen Grünleitplan erstellt, über den bei der Zukunftskonferenz berichtet wird. Dem Gemeinderat wird das Werk im Herbst zur Beratung vorgelegt. In dem Plan soll die künftige Entwicklung festgeschrieben werden, er zeigt auch auf, wo Verbesserungen nötig sind. So sollen etwa die historischen Alleen – es gibt 23 in Ludwigsburg – erhalten werden, am Neckar entstehen neue Uferbereiche und Biotope. Ein neues Biotop will man in Pflugfelden beim Gebiet Wasserfall anlegen.
Vorzeigbar ist die Renaturierung des Hungerbergs, der Steinbruch ist 2007 zur Grünanlage mit Spielplatz umgestaltet worden. Er gehört zum Grünzug, der sich entlang dem Neckar zieht.
„Wir brauchen auch grüne Wege aus der Stadt heraus in die Erholungsgebiete“, erklärt Gerhard Kohler, Fachbereichsleiter Tiefbau Grünflächen. Begrünte Wege, auf denen man zu Fuß oder mit dem Fahrrad nach draußen kommt. Gegebenenfalls könnten Bäume nachgepflanzt werden. Dass es da auch Konfliktpotenziale gibt, ist nicht aus der Welt. Die Landwirte wollen nicht ihre Äcker verschattet haben.
Die Bürger können nun bei der Zukunftskonferenz eigene Gesichtspunkte einbringen. Ohne sie geht oft nichts, wie auch das ehrenamtliche Engagement beweist. 64 Paten betreuen inzwischen Grünflächen und Spielplätze, und „das funktioniert sehr gut“, lobt Kohler. Die Stadt hofft, die Patenschaften noch weiter ausbauen zu können.
Ein für die Stadt wichtiges Großprojekt ist die Neugestaltung der Zugwiesen. Es gilt als einzigartig in der Region Stuttgart. Nördlich der Anlegestelle in Hoheneck ist eine weitere Uferrenaturierung geplant.
Aufwerten will man auch Flächen beim Neubaugebiet Neckarterrasse in Neckarweihingen in Richtung Neckar.
Seit der vorigen Zukunftskonferenz 2006 hat man auch schon einiges erreicht. Mit großem Tamtam ist der Durchgang durch den Ratskellergarten eröffnet worden – auch dies ein Beispiel für eine neue Fußwegeverbindung. Bei den Alleen sind die Königs- und die Jägerhofallee zu nennen, die saniert worden sind. Und sonst? In der Bilanz stehen auch die Bäume auf dem Akademiehof, der derzeit neu gestaltet wird. Und an vielen Stellen schmücken auch Blumen die Stadt – Ludwigsburg ist bekanntlich im Jubiläumsjahr richtig aufgeblüht.