Zum Sonntag
17. Januar 2010 | Drucken | Versenden
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Ein Meer aus Posaunenbläsern in Ulm.
Ein Meer aus Posaunenbläsern in Ulm.
Bild: Harry Brandt

Zum Sonntag – 16. Januar 2010

In diesem Sommer ist es wieder soweit. Unter dem höchsten Kirchturm der Welt, dem Turm des Ulmer Münsters, spielt der größte Posaunenchor der Welt beim württembergischen Landesposaunentag. Mit seinen 161 Metern Höhe kann der Münsterturm nicht mit dem weltweit höchsten Gebäude – dem 828 Metern hohen Burj Dubai – mithalten, und dennoch hat das Münster für mich eine viel größere Bedeutung als irgend ein Wolkenkratzer dieser Welt.
Das Mitblasen und auch das Zuhören der Choräle „Nun danket alle Gott“ und „Gloria sei dir gesungen“ unter dem Läuten der riesigen Münsterglocken und dem Spiel der fast 10 000 Posaunenbläser hat mich in meinem Leben in Sachen Gotteslob geprägt. Als Neunjähriger hatte mir mein Vater im Rheinland das Posauneblasen gelehrt und mich mitgenommen zum Posaunentag in die Dortmunder Westfalenhalle. Später durfte ich dann im Ulmer Münster unter den Tausenden Bläserkollegen mitspielen. Es war jedes Mal unvergesslich.
Wen oder was verehren wir eigentlich in unserem Leben? Manche Menschen verehren den „Fußballgott“. Andere wiederum verehren großartige Sänger und Bands. Wieder andere glauben an Horoskope und Wahrsagerrei.
Ich lese in meiner Bibel im 1. Korintherbrief: „Ob ihr nun esst oder trinkt oder was ihr auch tut, das tut alles zu Gottes Ehre“. Der Apostel Paulus sagt damit: Glaubt an Gott, den Herrn, den Schöpfer dieser Welt und seinen Sohn Jesus Christus. Vertraut ihm und ehrt ihn.
Diese Anregung galt zunächst einmal den Gemeindegliedern in Korinth. Aber dieser Aufruf gilt auch uns heute. Tun wir doch alles, was wir tun oder denken in unserem Leben zur Ehre und zum Lobe Gottes.

Diakon Helmut Mergenthaler, Evang. Kirchenbezirk Besigheim