16. Oktober 2008

Alles im Haus steht unter Strom

Die Elektrotechnik ist im Gewerbe heute nicht mehr wegzudenken. Ob Kopierer, Computer, Maschinen, Antriebe oder Lüftungstechnik, überall sind elektronische Helfer am Werk. Wenn diese ausfallen, ist oft der gesamte Ablauf im Betrieb gestört. Das ist teuer.

„Es muss nicht immer gleich ein Brandschaden sein“, sagt Gerhard Weeber, stellvertretender Elektroinnungsmeister und Inhaber des Ludwigsburger Lichthauses. Ein großer Sachversicherer in Deutschland habe festgestellt: Über 30 Prozent der Elektronikschäden werden von Überspannung verursacht.
Sicherheit sollte oberste Priorität haben. Schließlich trage der Chef die Verantwortung für Angestellte und Kollegen. „Falls es doch einen Schaden gibt, wird die Versicherung als erstes fragen: Ist die Elektroinstallation laut VDE-Norm geprüft?“, sagt Weeber. Bei Gewerbetreibenden gilt diese Nachweispflicht gegenüber den Gewerbeaufsichtsämtern, den Berufsgenossenschaften und den Versicherungen.
Die E-Check-Experten prüfen nicht nur die Elektroinstallation, sondern die gesamte Kommunikationstechnik und alle elektrischen Geräte im Büro auf ihren einwandfreien Zustand: vom PC bis zum Monitor, vom Telefax bis zur Türöffneranlage. Übrigens: Viele Versicherungen erkennen den E-Check an und ermäßigen ihre Prämien. Ganz abgesehen von den vielen Energiesparmöglichkeiten. Denn Elektrogeräte oder -leuchten der neuen Generation benötigen manchmal 30 bis 50 Prozent weniger Energie.
Was für Betriebe gilt, hat auch im Privathaushalt seine Gültigkeit, wenn es um die Sicherheit der Elektroanlagen geht. „Der E-Check bedeutet Schutz für die ganze Familie“, sagt Weeber. Er gibt Gewissheit, dass alle geprüften Elektroinstallationen und Elektrogeräte die geforderten Sicherheitsaspekte erfüllen. Außerdem schützt er im Regelfall gegen eventuelle Schadensersatzansprüche der Versicherer. Denn im Schadensfall muss der Eigentümer den einwandfreien Zustand der Elektroanlage den Gerichten nachweisen.
Für die Sicherheit aller elektrischen Einrichtungen und Geräte ist der Eigentümer verantwortlich. „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“, lautet ein ehernes juristisches Prinzip. Aber auch Mieter sind verpflichtet, ihre Wohnung im vertraglich vereinbarten Zustand zu erhalten. Darunter fällt auch die regelmäßige Kontrolle der technischen Einrichtungen nach den maßgeblichen Vorschriften.
„Der E-Check ist eine Generalinspektion mit einem Wert steigernden Effekt für eine Immobilie“, so Weeber. Es ist ein anerkanntes Gütesiegel vergeben vom Elektrofachbetrieb und deckt Schwachstellen im System auf. Mittlerweile ist über die Hälfte aller Innungsfachbetriebe im Kreis Ludwigsburg zertifiziert und zum Anbieten des E-Check berechtigt. „Wir erkennen Gefahren, bevor ein Schaden entsteht.“ Das könne Leben retten.
Darüber hinaus liefern die Ergebnisse des E-Check Tipps fürs Energiesparen und besseren Komfort: Möglichkeiten zum Beispiel den Stromverbrauch zu senken, Energiesparlampen sinnvoll einzusetzen oder die Nutzung regenerativer Energien abzuwägen. „Ein echtes Plus im Geldbeutel.“
Der E-Check ist die anerkannte, normengerechte Prüfung aller elektrischen Anlagen und Geräte, fasst Weeber zusammen. Dabei wird geprüft, ob alles im ordnungsgemäßen Zustand im Sinne der jeweils geltenden VDE-Bestimmungen ist.
„Niemand ist perfekt“, weiß auch Weeber. Das gilt nicht zuletzt auch für Elektrogeräte und -installationen. Überholte Sicherungsverteiler, schlechte Kontakte und Isolationsfehler stellen einen Risikofaktor für Gesundheit dar. „Da sind die paar Euro für den E-Check sinnvoll investiertes Geld.“

Thomas Faulhaber
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