28. Februar 2009

Altersvorsorge wird mit enormen Steuervorteilen gepaart

(AWD) Zuerst die gute Nachricht: laut Familienreport 2009 bekamen die Deutschen im vergangenen Jahr bis September 3.400 Kinder mehr als im Vorjahreszeitraum. Und im Jahr 2007 waren es sogar 12.000 Geburten mehr als 2006. Die Geburtenrate lag somit bei 1,37 Kindern pro Frau. Die schlechte Nachricht: Das ändert leider nichts an der problematischen mittel- und langfristigen Entwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung. Während vor neun Jahren noch 4,13 Beitragszahler auf einen Rentner kamen, werden es gemäß der Prognose der Rürup-Kommission im Jahre 2040 nur noch 1,9 Beitragszahler pro Rentenempfänger sein.

„Diese Veränderung der Alterspyramide wäre nicht einmal mit einem Anstieg der Geburtenrate auf zwei Sprösslinge pro Frau merklich aufzufangen. Selbst wenn die Tendenz auf lange Sicht wieder zu mehr Kinderreichtum geht, hilft heute nur der Aufbau einer Zusatzrente, um sich einen finanziell sorglosen Ruhestand zu ermöglichen. Die Rürup-Rente ist dank der hohen Steuervorteile ein geeigneter Baustein dafür“, so AWD-Vorsorgeexperte Ronald Eger.
Hoher Sonderausgabenabzug. Die Rürup-Rente steht im Gegensatz zur Riester-Rente nicht nur Angestellten zur Verfügung, sondern auch Selbstständigen und Freiberuflern. Alle Rürup-Vorsorgesparer profitieren vom Sonderausgabenabzug und den damit verbundenen Steuervorteilen. In diesem Jahr erkennt das Finanzamt 68 Prozent der Einzahlungen als Sonderausgaben an. Und das bis zu einer Beitragshöhe von 20 000 Euro bei Alleinstehenden und 40 000 Euro bei Ehepaaren. Für einen Single sind das immerhin bis zu 13 600 Euro Steuerersparnis in 2009. Der absetzbare Anteil steigt jährlich um zwei Prozent und beträgt ab dem Steuerjahr 2025 dann 100 Prozent.
Gleichzeitig erhöht sich der zu versteuernde Anteil in der Rentenauszahlungsphase ebenfalls stetig. Bei einem Rentenbeginn in diesem Jahr sind 58 Prozent der Rürup-Rente steuerpflichtig. Dieser Betrag unterliegt dem persönlichen Steuersatz. 42 Prozent der Auszahlungen sind hingegen steuerfrei. Erst im Jahr 2040 wird bei Beginn der Rentenphase dann die komplette Rente besteuert. Dass der persönliche Steuersatz eines Pensionärs in der Regel deutlich geringer als zu Berufszeiten ist, macht das Modell – neben den hohen Einzahlungsmöglichkeiten – zusätzlich attraktiv. „Die vollen 20 000 beziehungsweise 40 000 Euro können aber nur ausgeschöpft werden, wenn keine anderen Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung oder ein berufsständisches Versorgungswerk erfolgen. Solche Beiträge wären bei der Rürup-Rente abzuziehen“, so AWD-Vorsorgeexperte Ronald Eger.
Garantierte lebenslange Rente. Das Rürup-Modell garantiert eine lebenslange Leibrente, die frühestens ab Vollendung des 60. Lebensjahres ausgezahlt wird. Vorherige Entnahmen oder ein Kapitalwahlrecht bei Renteneintritt sind ausgeschlossen und unterstreichen den reinen Zweck des Aufbaus einer Zusatzrente. Daher bleibt das angesparte Kapital in einem Rürup-Vertrag außen vor bei der Vermögensanrechnung im Falle einer Arbeitslosigkeit.
Da beim Tod des Sparers während der Ansparphase das eingezahlte Kapital verfällt, ist die Kopplung eines Hinterbliebenenschutzes durchaus eine Überlegung wert, um dieses Risiko auszuschließen. Auch die Option der Vereinbarung einer Beitragsrückgewähr besteht. Ein weiterer Vorteil ist: Die neu eingeführte Abgeltungssteuer verschont die Rürup-Rente. Das wirkt sich im Vergleich mit Produkten, die der Abgeltungssteuer unterliegen, positiv auf die Rendite aus. Rürup-Verträge sind meist klassische oder fondsgebundene Rentenversicherungen.
Wie hoch die Zusatzrente konkret ausfällt, hängt wie bei vergleichbaren Vorsorgeverträgen maßgeblich von den Verwaltungs- und Abschlusskosten sowie Überschussbeteiligungen der Anbieter ab.

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