28. Februar 2009

Auch im Winter im Solar-Vorteil

Kaum ist ein Bauherr entschlossen, auf Solartechnik zu setzen, hört er von vielen Mitmenschen: „Ja, aber im Winter bringt das doch nichts.“ Weit gefehlt und schlecht informiert. „Auch im Winter macht Solartechnik Sinn“, bestätigt der Sprecher des Dachdeckerhandwerks Baden-Württemberg. „Denn die Leistungen von Solarthermie- und Photovoltaikanlagen in der kalten Jahreszeit gehen durchaus nicht auf null zurück.“

Bild: dach.de

Beispiel Photovoltaik: Je nach Standort des Hauses, auf dessen Dach die Solaranlage zur Stromerzeugung installiert ist, werden im Jahresdurchschnitt 1 kWp Leistung pro 10 m2 Dachfläche erreicht. Damit kann ein Ertrag von bis zu 1000 kWh erreicht werden.
Wird der Strom ins Netz eingespeist, erhält der Hausherr und Betreiber dieser kleinsten Anlage schon eine für 20 Jahre garantierte Vergütung von mehr als 430 ¤ pro Jahr. Insgesamt also mit dieser „Mini-Anlage“ 8600 ¤. Übrigens gilt: Eine etwas niedrigere Außentemperatur erhöht den Wirkungsgrad sogar noch. Und je größer die Dachneigung ist (optimal sind 40 Grad), desto besser der Wirkungsgrad auch bei einem tiefen Sonnenstand im Winter.
Auch Solarthermie zur Brauchwasserbereitung und Heizungsunterstützung ist im Winter sinnvoll. Zwar wird auch hier die Leistung in der kalten Saison reduziert. Doch ob die konventionelle Heizungsanlage 300 Liter Brauchwasser im Speicher nun dank solarer Unterstützung von „nur“ 30 Grad C auf 60 Grad C oder – ohne Solartechnik – von 10 Grad C auf 60 Grad C erwärmen muss, macht einen großen Unterschied. Also hilft auch hier Solartechnik beim Energiesparen kräftig mit.
Grundvoraussetzung für die optimale Leistungsausbeute ist aber in jedem Fall die fachgerechte Montage der Solarmodule auf oder in der Dachfläche.
Wird die nämlich einem „dachunerfahrenen“ Handwerker überlassen, kann die Solaranlage schnell zur Kostenfalle werden. Beschädigungen der Dachfläche bei der Montage, keine sturmsichere Befestigung der Elemente, fehlerhaft montierte Eindeckrahmen und unfachmännische Durchführungen von Leitungen durch die Unterspannbahn, Wärmedämmung und Dampfsperre sind die häufigsten Fehlerquellen.
Wer diese zuverlässig ausschließen will, sollte die Montage der Solaranlage ausschließlich dem Dachdecker-Fachbetrieb überlassen. Er wird den Bauherren auch auf zusätzliche Maßnahmen hinweisen, die im Rahmen der Solaranlagenmontage notwendig werden könnten.
So etwa die entsprechende Optimierung eines bestehenden Schneefangsystems, denn auf den glatten Modulflächen kann der Schnee schneller abrutschen.
Wer sich nun mit Beginn des Frühlings mit umweltfreundlicher Solartechnik beschäftigt, findet die richtigen Adressen kompetenter Ansprechpartner bei seiner örtlichen Dachdecker-Innung und im Internet unter:

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