21. Juni 2010

Der zweite Frühling einer alten Dame

MS Athena präsentiert sich als klassisch-modernes Individualschiff
MS Athena, benannt nach der griechischen Göttin der Weisheit, Athene, blickt auf eine lange, ereignisreiche Geschichte zurück.
Nachdem MS Athena 1948 als „Stockholm“ vom Stapel lief, ahnte noch niemand von ihrem bewegten Leben auf den sieben Weltmeeren.

Zweimal schon wurde ihr Schiffsrumpf seither völlig ausgehöhlt und ein neues Innenleben eingebaut. Heute sind 200 Besatzungsmitglieder für 400 Passagiere zuständig, während sich einst 150 Mann Besatzung um mehr als 600 Passagiere kümmerten. In die Schlagzeilen gelangte die „Stockholm“, als sie am 25. Juli 1956 bei dichtem Nebel vor Nantucket mit der „Andrea Doria“ kollidierte, die in der Folge sank. Die meisten der mehr als 2000 Menschen an Bord beider Schiffe konnten aber gerettet werden, lediglich 51 verloren bei der Havarie ihr Leben. Nach ihrer Reparatur schaukelte sie ab 1960 unter dem Namen „Völkerfreundschaft“ privilegierte DDR-Bürger über das Meer, unter anderem nach Kuba. Schließlich erlebte sie bei der letzten umfangreichen Modernisierung im Jahre 2005 die Wiedergeburt als klassischer Kreuzfahrtliner mit dem Flair vergangener Zeiten unter dem Namen „MS Athena“. Heute ist sie eines der wenigen Schiffe, auf dem die Gäste im Kreise von weniger als 500 Passagieren eine Kreuzfahrt noch in gemütlicher, familiärer Atmosphäre wahrlich genießen können. Übrigens: Die Geschichte der MS Athena, einschließlich ihrer Kollision mit der „Andrea Doria“, wird an Bord nicht als strenges Geheimnis gehütet, sondern liegt an der Rezeption des Schiffes als Mitnahmelektüre aus.
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