14. Dezember 2009

Die ganze Welt in einem Land

Rekordverdächtig: Mehr als 360 LKZ-Leser ließen sich für die Traumreise nach Südafrika begeistern. In drei Gruppen, an drei aufeinander folgenden Abflugtagen und vor Ort in insgesamt neun Bussen unterwegs, gelang dem Veranstalter Mondial Tours Ulm/Locarno das Meisterstück, die vielen Menschen wohl organisiert und kompetent geführt eines der schönsten Länder der Erde erleben zu lassen.

Was zunächst niemand für möglich gehalten hätte: Auch Afrika kann kalt sein, auch Afrika kann weinen, es kann stürmisch, aber natürlich auch sonnig sein: Die erste Reisegruppe erlebt die Tierwelt des Krüger-Nationalparks teilweise bei strömendem Regen, Gruppe zwei schwitzt bei 39,6 Grad Celsius im Addo-Elephant-Nationalpark, die dritte Gruppe schließlich bläst es in Kapstadt bei Windstärke neun fast vom Signal Hill. So haben zwar alle dasselbe gesehen, aber immer anders erlebt. Südafrika. Die ganze Welt in einem Land: Das mit Abstand höchst entwickelte Land des Schwarzen Kontinents wartet auf mit hohen Bergen, endlosen Stränden, weiten Wüsten und Halbwüsten, mit wildreichen Savannen, kühlen Wäldern, zahlreichen Flüssen und Seen, eingebettet in tropische, mediterrane und gemäßigte Klimazonen. So gedeihen hier Mangos und Ananas ebenso wie Zitrusfrüchte und Bananen, aber auch Weizen, Kraut und Rüben. Nicht zu vergessen südafrikanischer Wein, der am Kap bereits auf eine über dreihundertjährige Tradition zurückblickt.
Die Reiseroute führt über Johannesburg und Pretoria zunächst zum Krüger-Nationalpark und in die Drakensberge. Nach einem Inlandsflug geht es von Port Elizabeth weiter über die landschaftlich reizvolle Gartenroute nach Westen bis Kap-stadt. Viel Neues und Interessantes erfährt man von den qualifizierten Reiseführern vor Ort. Dass der Augapfel eines Straußes größer ist als sein Gehirn – wovon man sich beim Fotografieren dieser seltsamen Spezies selbst überzeugen kann: Brav kommt der Vogel auf putputput heran und zuckt selbst bei Blitzlicht mit keiner Feder.
Alle wollen zum Kap der Guten Hoffnung, das aber weder der südlichste Punkt Afrikas noch die Schnittstelle zwischen dem Atlantischen und Indischen Ozean ist. Nur berüchtigt ist es, zerschellten hier seit seiner Entdeckung vor 500 Jahren doch mindestens auch 500 Schiffe. Weder Krüger- noch Addo-Elephant-Nationalpark sind große Freiluft-Zoos, sondern streng kontrollierte Wildreservate. Allerdings sind die meisten Tiere dort an die vierrädrigen Blechkisten gewöhnt, die seltsame, zweibeinige Tiere transportieren, zumeist Laut gebend mit aah und ooh, die Köpfe hinter kleinen, silbrigen oder schwarzen Kästchen versteckt. Allein im Krüger-Nationalpark, in seiner Ausdehnung halb so groß wie das Land Baden-Württemberg, kann man, von Camp zu Camp reisend, gut eine Woche Urlaub machen. Insbesondere dann, wenn man alle legendären „big five“, die großen Fünf, d. h. Elefant, Nashorn, Löwe, Büffel und Leopard, möglichst aus unmittelbarer Nähe erleben will. Bereits nach einer Woche Südafrika müssen die meisten den Gürtel lockern. Was hier dreimal täglich auf den Tisch kommt, ist einfach zu reichlich und zu lecker.
Wenigstens zwei Kilo werden die meisten zugenommen haben. Auch wenn manchem Schwaben viermal Fisch zu häufig ist – es wird gegessen, was auf den Tisch kommt: Strauß, Springbock, Kudu, viel Steaks, aber auch Hähnchen. Einer sagt: „Ich fürchte, die wollen uns mästen, bis wir reif für den Kochtopf sind“. Doch keine Bange: Alle kehren wohlbehalten nach Ludwigsburg zurück.
Alle Texte und Bilder: Udo Jansen
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