08. Juli 2008

Ehepaar Kopp und Schäfer-Mix-Hündin Yucca mit ihren 8 Welpen aus Freiberg a.N.

Yucca
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Eigentlich müsste der Titel lauten „Meine acht Hunde und ich“, denn aus einem Hund sind über Nacht 8 geworden, und das kam so:
Nach dem Tod unserer geliebten Mischlingshündin Dana und nach fünf Monaten Trauer, Leere und wehmütigen Erinnerungen gingen mein Mann und ich im April diesen Jahres ins Tierheim Lduwigsburg, eigentlich nur einmal zur Information. Sollten wir uns überhaupt in unserem Alter noch einmal einen neuen Hund anschaffen? Beim vorletzten Zwinger aber fiel die Entscheidung.
Yucca, eine 1 ¼ jährige schwarze Schäfer-Mix-Hündin gefiel uns beiden sofort. Und auch ihr Schicksal rührte uns: sie war aus einer ungarischen Tötungsstation gerettet worden und war erst seit einer Woche im Tierheim Ludwigsburg. Sie war sehr freundlich, aber etwas ängstlich – wer weiß, was sie alles hinter sich hatte!
Nach einigen Probe-Gassigehen stand unser Entschluss fest: wir wollten ihr ein neues Zuhause geben. Auf Menschen, ob alt oder jung, ging sie wedelnd zu und liess sich auch streicheln. Trotzdem fiel mir auf, dass sie immer müde war und auch sehr langsam lief – für so eine junge Hündin ungewöhnlich. War es die Umstellung? War sie krank?
Eine Untersuchung beim Tierarzt versetzte uns in einen Schock – Yucca war trächtig!! Der Tierarzt meinte, dass es höchstens noch zwei Wochen bis zur Geburt sei, also war sie in Ungarn gedeckt worden!
In Tag- und Nachtarbeit bastelte mein Mann trotz Kniebeschwerden eine wunderschöne, große Wurfkiste, unser Esszimmer mit Zugang zur Terasse wurde ausgeräumt, Barrieren an den Türen errichtet, Literatur über Aufzucht von Welpen, vor allem aber der Geburtsvorgang studiert.
Am 21. 5. um 16 Uhr, nachdem Yucca seit dem Morgengrauen sehr unruhig gewesen war, kam der große Augenblick. Ich kniete neben Yucca in ihrer Wurfkiste, versuchte sie zu beruhigen, denn sie hatte grosse Schmerzen und jaulte. Dann kam der erste Welpe ans Tageslicht, ein braunes, nasses Etwas in einer durchsichtigen Hülle.Yucca war total überfordert, also übernahm ich ihre Aufgabe: schnell die Hülle entfernen, das kleine Mäulchen säubern, Nabelschnur abbinden, den Winzling trocknen und an Mamas Zitze legen. Eine liebe, herbeigeeilte Nachbarin half bei den nächsten Geburten, die nun hintereinander alle 20–30 Minuten kamen. Mein Mann übernahm die Aufgabe des Wiegens und auch Yucca besann sich ihrer Mutterpflichten. Beim 5. Welpe dachten wir, jetzt sei es das letzte aber erst bei Nummer 7 war Schluss – 7 auf einen Streich!
Alle waren kräftig und gesund, es waren 4 weibliche, 3 Männliche, 5 tiefschwarze und 2 braune. Als dann alle 7 an den Zitzen lagen, Yucca erschöpft aber entspannt war, waren wir glücklich, dass alles so gut gelaufen war. Dieses Wunder der Geburt so hautnah mitzuerleben werden wir wohl nie vergessen!
Seit dem 21. 5. 2008 ist unser Leben nicht mehr wie es war. Körperliche Schwerstarbeit ist angesagt: knien, bücken, waschen, putzen von früh bis spät, aber alles ist vergessen, wenn man sieht, wie aus den Winzlingen langsam süsse kleine Hundchen werden. Jetzt toben sie schon auf der Terasse oder im Gras, balgen sich, zerren, ziehen und spielen nach Herzenslust. Yucca sieht manchmal ganz verwunder zu und will mitspielen. Sie hat in ihrer Welpenzeit wahrscheinlich nie spielen gelernt. Manchmal holt sie sich auch heimlich ein Spielzeug auf ihr Kissen. Derzeit saugt sie noch, aber langsam zieht sie sich immer wieder zurück. Die Welpen sind jetzt 6 Wochen, alle sehen bis auf die Farbe gleich aus – bildschön mit glattem Fell und langen Schwänzchen. Wahrscheinlich war der Vater ein Viszla oder Labrador. Mit 8 – 10 Wochen, also Ende Juli können sie von der Mutter getrennt werden und ein neues Zuhause bekommen. Sie sind mit viel Liebe und Fürsorge und fachgerecht aufgezogen worden, und wir wollen sie nur in gute Hände abgeben.

Info: Alle Hunde haben nun ein Herrchen gefunden!

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