KREIS LUDWIGSBURG | 12. September 2008

Finanzprofis schalten im Culinarium ab

Ludwigsburg – Während des Mittagessens im Culinarium, der Betriebskantine der Volksbank in der Schwieberdinger Straße, bleibt das Geschäftliche auf den Schreibtischen liegen. Die Finanzprofis lassen sich dann eines der drei leckeren Menüs schmecken und reden in ihrer Pause über vieles – am wenigsten übers Geld.

Küchenmeister Dirk Krämer (links) mit seinem Team.
Küchenmeister Dirk Krämer (links) mit seinem Team.
Bilder: Alfred Drossel

Nicht nur das Essen, auch die architektonische Einbettung des Culinariums in die 2001 erbaute Zentrale der Volksbank verdient Lob. Der Verkehrslärm der stark befahrenen Hauptstraße ist nur zu erahnen; er wird verschluckt von den doppelten Glasfronten, die die Mitarbeiterkantine umgeben. Selbst auf der Terrasse in der Ecke, die eine kleine Lärmschutzwand umgibt, lässt sich bei einer Tasse Kaffee gemütlich plaudern.
„Das Culinarium ist ein Ort der Kommunikation“, erklärt Pressesprecher Klaus Gemm. „Es ist einer der größten Veranstaltungsräume des Hauses. Hier haben wir schon – nach Feierabend versteht sich – das ein oder andere Fußballspielspiel oder Olympiawettkämpfe geschaut oder eine After-Work-Party veranstaltet.“
Das Culinarium öffnet sich in einem großzügigen, eleganten Entree. Linker Hand stehen locker angeordnet Tischgruppen, die sich über 227 Quadratmeter verteilen und an denen jeweils acht Personen Platz haben. „Viele Kollegen gehen abteilungsweise essen. Sie können sich dann zusammen an einen Tisch setzen“, sagt Gemm zu der Aufstellung. Pflanzen und flexible Paravants schaffen Sitznischen für das persönlichere Gespräch. In einer Ecke hängt ein Fernseher. Es läuft – wie es sich für ein Bankhaus gehört – ein Wirtschaftsnachrichtensender mit eingeblendeten Börsenkursen.
Die Kaffee- und Teestation, die Ausgabetheke für die drei Tagesmenüs, die Beilagen-, Dessert- und die Getränkestationen schmiegen sich in einem großen U um die Kasse und das runde Salatbuffet. Die Gerichte des Speiseplans reichen von „deftig und kräftig“ wie ein Trollingerbraten vom glücklichen Rindvieh für 1,95 Euro, „leicht und gesund“ wie Blattspinat mit genialen Kräuterrühreiern und „das Besondere“ wie Schnitzel mit einem Rotweinsößle für 2,60 Euro.
„Die schwäbischen Nationalgerichte sind der Renner“, sagt Küchenmeister Dirk Krämer von der Eschborner Eurest GmbH, die im Auftrag des Bankhauses das Catering übernommen hat. „Der Trend geht aber hin zur leichten Küche.“ Wer zu Hause keine Zeit fürs Frühstück hat, für den bietet der Küchenchef ab 7.30 Uhr eine Auswahl an Brötchen, Wurst, Käse und Müsli an.
Nicht nur seit sie mit dem Rauchen aufgehört habe, könne sie sich bei dem sehr, sehr guten Essen nicht beherrschen, verrät Martina Heidenreich, Mitarbeiterin im Personalwesen. „Ich finde immer etwas, das mir schmeckt.“
Dem kann ihre Kollegin Irina von Wickeren, Mitarbeiterin in der Organisation, nur zustimmen. „Der Küchenchef ist sehr flexibel. Er geht auch auf Wünsche ein und kocht das ein oder andere Lieblingsgericht.“ Nach dem Essen dreht sie manchmal eine Runde um den Block oder spielt eine Partie am Tischkicker. „Der hat seit der Fußball-WM im Gang seinen festen Platz gefunden“, meint Gemm augenzwinkernd. „Da kann sich jeder sportlich betätigen.“

Britta Slusar
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