08. Oktober 2008

Großer Handlungsbedarf

(red) – Die Lage in deutschen Heizungskellern ist laut Aussage des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) dramatisch. Die aktuelle Statistik des Bundesverbandes des deutschen Schornsteinfegerhandwerks besagt, dass 5,2 Millionen Kessel älter als 15 Jahre sind und damit zum alten Eisen gehören, jedes dritte Gerät hat seine Lebenserwartung erreicht.

Bild: BDEW

Bei ihren regelmäßigen Messungen machen die Schornsteinfeger alljährlich auch eine Bestandsaufnahme des Kesselalters. Demnach sind noch viele alte Kessel in Betrieb. Über drei Millionen Geräte sind älter als 18 Jahre. Diese Kessel heizen laut Auskunft des BDEW mit veralteter Technik. Laut BDEW ist allein angesichts steigender Energiekosten ein umgehender Austausch dringend geboten. Ferner belasten diese Kesselveteranen durch ihren hohen Verbrauch unnötig die Umwelt.
Die Mehrzahl der überprüften Geräte befindet sich in einem Alter, das einen baldigen Austausch ratsam macht. Experten raten dazu, Heizkessel grundsätzlich nach 15 bis 18 Jahren zu erneuern.
Etwa vier Millionen Geräte sind jünger als zehn Jahre und heizen mit Niedertemperaturtechnik. Allerdings umfasst die Statistik der Schornsteinfeger, die auf Erhebungen der Bundes-Immissionsschutzverordnung basiert, keine zeitgemäßen Brennwertgeräte. Diese nutzen zusätzlich die Wärme aus dem Abgas und sparen so gegenüber neuer Niedertemperaturtechnik zusätzlich bis zu 15 Prozent. Gegenüber alten Anlagen liegen die Einsparpotenziale bei maximal 30 Prozent. Laut Auskunft des BDEW entschieden sich im vergangenen Jahr die meisten Heizungskäufer für Erdgas-Brennwertgeräte.
Der BDEW rät allen Hauseigentümern und Vermietern, mit dem Kesseltausch nicht so lange zu warten bis das Gerät kaputt geht, sondern frühzeitig auf energiesparende Technik zu setzen. Das sieht auch der Staat so und fördert den Austausch veralteter Geräte mit Zuschüssen, wenn zusätzlich Solarwärme zum Einsatz kommt.

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