10. Oktober 2008

Holzpellets sind umweltschonende Energie aus heimischen Wäldern

Neben dem Heizen mit Scheitholz sind Holzpellets eine andere Möglichkeit, den klimaunschädlichen Energieträger Holz zu nutzen. Die Verbrennung von Scheitholz und Holzpellets gilt als CO2-neutral, weil nur die Menge des Klimagases freigesetzt wird, die der Baum zu Lebzeiten gebunden hat.

Bei Holzpellets handelt es sich um Presslinge, die aus Säge- und Hobelspänen hergestellt werden und strengen Qualitätsanforderungen unterliegen. Dies ermöglicht eine weitgehende Automatisierung des Verbrennungsprozesses und damit einen mit einer Öl-Zentralheizung vergleichbaren Komfort. Lediglich der Aschekasten muss während der Heizperiode hin und wieder geleert werden.
Bei Einhaltung gewisser Rahmenbedingungen wird der Einbau einer Holzpelletsheizung mit mindestens 2000 Euro, bei Kombination mit einem Pufferspeicher sogar mit 2500 Euro aus Bundesmitteln bezuschusst.
Die Bevorratung der Holzpellets erfolgt ähnlich wie beim Heizöl in einem größeren Vorratsbehälter, der entweder im Keller aufgebaut, aber auch im Erdreich vergraben werden kann. In der Altbausanierung ist es häufig möglich, den bisher vom Öltank genutzten Raum für die Lagerung der Holzpellets zu verwenden.
Ideal ist übrigens die Kombination einer Holzpelletsheizung mit einer thermischen Solaranlage zur Heizungsunterstützung. Auf diese Weise lässt sich der Pufferspeicher doppelt nutzen.
In jüngster Zeit sind Holzfeuerungen aufgrund der Feinstaub-Problematik verstärkt in die Kritik geraten. Hier muss differenziert werden. Bei Holzpellets handelt es sich um einen genormten Brennstoff, ohne chemische Zusätze, aber mit definiertem Feuchtegehalt. Moderne Holzpelletsheizungen verfügen über eine geregelte Verbrennung, bei der die Abgase mittels einer Lambdasonde laufend kontrolliert und die Luftzufuhr angepasst wird. Die Feinstaubemissionen liegen im Bereich bestehender Öl-Heizkessel. Bei den derzeit auf dem Markt erhältlichen förderfähigen Holzpelletskesseln sind auf absehbare Zeit keine Einschränkungen zu erwarten. Neu auf dem Markt sind zusätzliche Abgasreinigungsanlagen, welche die Emissionen weiter reduzieren.
Anders sieht dies bei Kaminöfen aus. In diesen wird häufig ungeeignetes oder zu feuchtes Material verfeuert, was einen erhöhten Schadstoffausstoß zur Folge haben kann.

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