24. Oktober 2008

Informationen auf einem Fleck

Welche Wärmedämmung ist für mein Vorhaben sinnvoll? Könnten regenerative Energien wirklich ausreichen für mein neues Zuhause? Und welche Technik genau? Was kostet das alles? Solche und ähnliche Fragen stellt sich wohl jeder Bauherr, unabhängig davon, wie groß, wie alt, in welcher Lage sich sein Immobilienbesitz befindet.

„Geballte Information auf einem Fleck“, versprechen die Organisatoren der Umwelt 2008 von Mattfeld und Sänger aus Kempten. Sie sprechen aus Erfahrung. Seit 1999 haben sie bereits 200 regionale Fachmessen auf die Beine gestellt. Mittlerweile präsentieren sich jährlich 3000 Aussteller an bundesweit 47 Standorten.
Im persönlichen Gespräch mit Fachleuten können kompetente Ratschläge und wertvolle Anregungen geholt werden. Das Besondere dabei: Die meisten Anbieter stammen aus der Region. Das bedeutet, der Auftraggeber hat einen Ansprechpartner vor Ort und unterstützt die heimische Wirtschaft.
Die Messethemen gliedern sich in sieben große Blöcke: Zukunftsorientiertes Bauen, Renovieren, Sanieren umfasst die Themen Ökologische Baustoffe, Niedrigenergie- und Passivhaustechnik, Holzhausbau, Massivbau, Fertigbau. Bauen im Bestand, Altbausanierung und -modernisierung. Darüber hinaus auch die Dachbegrünung.
Ein zweiter Schwerpunkt ist der Einsatz und die Nutzung regenerativer Energien mit Solararchitektur, intelligenter Haus- und Energiespartechnik. Solarthermie, Photovoltaik sowie Geothermie. Die Beteiligungsmöglichkeiten an Windenergie oder Biomasse und Biogas. Umfassend werden individuelle Energieberatungen angeboten.
Dem Heizen, Bauen und Leben mit Holz als Brennstoff und in der Landwirtschaft ist ein eigener Komplex gewidmet. Beispielsweise mit der Forst- und Waldwirtschaft.
Für den Wohnbereich werden Wohnen ökologische Farben, Bodenbeläge und Dämmstoffe vorgestellt. Feng Shui und professionelle Innenarchitektur ist immer noch im Trend. Möglichkeiten der Messung von Elektrosmog, Erdstrahlen und Wasseradern sowie die Bekämpfung von Schimmelpilz stehen auf dem Programm. Und weil das Leben nicht in den Zimmern endet, stellen sich Gartenbauer, Landschaftsarchitekten vor.
Bei der Mobilität setzt sich der Umweltgedanke fort. Vorgestellt werden Fahrzeuge, die mit Erdgas und Autogas sowie elektrisch oder mit Pflanzenöl, mit solarer Energie oder Hybridantrieben ein Fortkommen haben. Diesel- und Feinstaubfilter sind Thema wie auch der Öffentliche Personen-Nahverkehr wie auch Konzepte zum Car-Sharing.
Es wird demonstriert wie schonend mit Ressourcen umgegangen wird. Stichworte Forst- und Waldwirtschaft, Regen- und Brauchwassernutzung, Kleinkläranlagen. Ökologischer Landbau.
Und weil das alles auch Geld kostet, wird beraten wie Geld innovativ angelegt und gespart wird. Grünes Geld fließt in Öko-Investment. Finanzielle Mittel für alle möglichen Maßnahmen gibt es von Bund, Ländern und Gemeinden. Wo es für was zu holen ist, erfahren die Besucher auf der Umweltmesse 2008 in Ludwigsburg.

Thomas Faulhaber
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