18. Oktober 2008

Informationen über die Bauberufe

Mit einem groß angelegten Informationstag hat die baden-württembergische Bauwirtschaft heute zum achten Mal landesweit für die Attraktivität der Bauberufe geworben. In insgesamt 18 Bau-Ausbildungszentren in ganz Baden-Württemberg konnten sich zahlreiche Besucher am „Infotag-Bauausbildung“ einen Tag lang ausführlich vor Ort über die Ausbildung und die Karrieremöglichkeiten in der Bauwirtschaft informieren.

Eingeladen waren insbesondere Haupt- und Realschüler, Lehrer, Eltern sowie Berufsberater der Arbeitsämter. Landesweit wurden rund 9000 Besucher erwartet.
Neben einem theoretischen Informationsteil gab es am „Infotag-Bauausbildung“ natürlich auch Einblicke in die praktische Lehrlingsausbildung. So konnten die Besucher beim Gang durch die Werkhallen den Azubis bei ihrer Tätigkeit über die Schulter schauen und auch selbst mal eine Maurerkelle in die Hand nehmen oder unter Aufsicht einen Bagger bedienen. Außerdem waren in jedem Ausbildungszentrum mehrere Schaumodelle zur Besichtigung aufgebaut, um die unterschiedlichen Tätigkeiten auf dem Bau zu demonstrieren.
Initiator des Aktionstages ist die Landesvereinigung Bauwirtschaft Baden-Württemberg, in der insgesamt neun baden-württembergische Bauverbände organisiert sind mit über 5300 Mitgliedsbetrieben. Der Geschäftsführer der Landesvereinigung, Dieter Diener, hofft, dass von diesem landesweiten Informationstag zur Bauausbildung eine positive Signalwirkung ausgeht: „Wir freuen uns über das außerordentliche Interesse, vor allem seitens der Schulen.
Leider haben die Bauberufe völlig zu Unrecht ein schwieriges Image. Dabei bietet unsere Branche jungen Schulabgängern eine Vielzahl an modernen und interessanten Ausbildungsberufen mit guten Zukunftsperspektiven. Schon heute werden händeringend gut ausgebildete junge Bauspezialisten gesucht, da viele Facharbeiter altersbedingt ausscheiden. Übrigens gibt es auch in diesem Jahr noch zahlreiche freie Lehrstellen in der Bauwirtschaft.“
Diener verweist in diesem Zusammenhang auch auf den enormen Wandel, der sich in den letzten Jahren auf den Baustellen vollzogen hat. Modernste Technik ersetzt inzwischen größtenteils die schweren körperlichen Arbeiten. Außerdem gibt es zahlreiche neue interessante Bausparten wie etwa ganzheitliches Baumanagement, Maschinentechnik, Energieberatung oder den Umweltschutz. Durch diese Veränderungen haben sich auch die Bauberufe selbst und deren Ausbildungsinhalte gewandelt. Ziel der landesweiten Infoveranstaltung in den 18 Bau-Ausbildungszentren war es deshalb, insbesondere das Wissen von meinungsbildenden Lehrern und Berufsberatern über die unterschiedlichen Ausbildungsmöglichkeiten und die vielfältigen beruflichen Perspektiven in der Bauwirtschaft zu erweitern.
Den Besuchern wurde vermittelt, dass es sich nach wie vor lohnt, einen Bauberuf zu ergreifen, denn die Bauunternehmen im Land benötigen auch in den kommenden Jahren gut ausgebildete Fachkräfte.

Eleni Auer
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