10. Oktober 2008

Kleine Kraftpakete erzeugen Wärme und Strom

(red) – Mini-Blockheizkraftwerke sind gerade mal so groß wie eine Waschmaschine, sind aber wahre Energiebündel.

Bild: BHW Bausparkasse

Durch Kraft-Wärme-Kopplung erzeugen Blockheizkraftwerke – kurz BHKW – gleichzeitig Strom und Wärme. Das spart bis zu 40 Prozent Energie und macht unabhängiger von Öl und Gas. Diese effizienten Mini-Kraftwerke entlasten also Haushaltskasse und Umwelt. Laut dem Berliner Öko-Institut konnten allein im Jahr 2006 fast 300 000 Tonnen CO2 durch kleine BHKWs eingespart werden.
Seine Potenziale spielt das BHKW erst so richtig aus, wenn sich mehrere Haushalte zusammentun. Ein Beispiel, wie gut sie funktionieren, ist ein Sechs-Parteien-Haus in Celle. Dort haben die Bewohner ein Mini-BHKW eingebaut. Es deckt heute mehr als die Hälfte des Jahresstrombedarfs und liefert 80 Prozent der benötigten Wärme.
Die Investition für den Einbau betrug rund 30 000 Euro, 5000 Euro pro Haushalt. Die Energieeinsparung von 40 Prozent amortisierte die Kosten schon nach vier Jahren. „Mehrfamilienhäuser machen 55 Prozent des Wohnungsbestands in Deutschland aus“, sagt Vera Leschinsky-Buck von der BHW Immobilien GmbH. „Oft lohnt sich gerade dort der Einsatz von Mini-Kraftwerken, doch der Markt für BHKWs steht noch ganz am Anfang.“
Weitere finanzielle Vorteile: Überschüssiger Strom kann ins öffentliche Netz eingespeist werden und wird mit 5,11 Cent/Kilowattstunde vergütet. „Der Staat hält schon heute für den Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung Förderprogramme bereit“, erklärt BHW-Expertin Leschinsky-Buck.

Aktuell hat die Bundesregierung ein neues Förderprogramm für Mini-Heizkraftwerke aufgelegt. Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach der Leistung der Anlage und der Anzahl der Betriebsstunden, so der Verein Wohnen im Eigentum in Bonn. Zusätzlich gewährt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Darlehen von bis zu 50 000 Euro.

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