LUDWIGSBURG | 17. Oktober 2008

Künstler-Wettbewerb: Ein Höhepunkt im Jubiläumsjahr

21 Künstler aus dem In- und Ausland sollen sich im November die Innenstadt ganz genau anschauen. Von Experten ausgewählt, werden sie das Teilnehmerfeld im ersten Ludwigsburger Skulpturenwettbewerb stellen. Die Kunstwerke der Gewinner sollen ab Juni 2009 an sieben Standorten in der City stehen.

Noch sind die Künstler nicht bestimmt. Die Auswahl soll aber demnächst ein Gremium aus sieben Kunstsachverständigen treffen. Jeder dieser Experten darf drei Künstler ins Rennen schicken. „Das wird zum Teil eher mit dem regionalen Blick geschehen, zum Teil international ausgerichtet sein“, sagt Jochen Raithel. Er leitet im Rathaus das Skulpturenprojekt.
Die Kunstschau, vom Gemeinderat im Frühjahr beschlossen, soll einer der Höhepunkte werden, wenn Ludwigsburg nächstes Jahr den 300. Geburtstag feiert. Danach soll der Wettbewerb alle drei Jahre stattfinden.
Die Sachverständigen sollen für ein breites Spektrum an Kunstrichtungen sorgen. Die gewünschte Themenbreite reicht von der eher klassisch geprägten Bildhauerei bis hin zur Lichtkunst, die bestehende Szenerien oder neue Installationen mit Lichteffekten in Szene setzt.
Zu den Sachverständigen zählen zum Beispiel Beate Elsen vom Museum Würth in Künzelsau oder Petra von Olschowski, Leiterin der Kunststiftung Baden-Württemberg. Kurt Tassotti (Mühlacker) vom Verband der Bildenden Künstler und Künstlerinnen Württemberg gehört ebenso dazu wie Wiebke Richert, Leiterin des Fachbereichs Kunst und Kultur im Ludwigsburger Rathaus.
Der Großteil des siebenköpfigen Kreises hatte bereits ein erstes Treffen in Ludwigsburg. Demnächst sollen die Experten diejenigen Ludwigsburger treffen, mit denen sie den Kunstbeirat des Skulpturenprojekts bilden werden. Dieser Beirat wird im Januar aus dem 21-köpfigen Feld der Künstler die sieben Gewinner für die Kunstschau 2009 auswählen.
Neben den Sachverständigen gehören zum Beirat: Oberbürgermeister Werner Spec und die fünf Stadträte Dr. Thomas Lang (CDU), Dieter Juranek (SPD), Dr. Volker Heer (FDP), Siegfried Rapp (Grüne) und Dr. Levente Mitrovics (FW).
Die sieben Entwürfe für Skulpturen oder Lichtprojekte, die der Beirat auswählt, muss am Ende noch der Gesamtgemeinderat absegnen.
Die 21 geladenen Künstler reichen bei der Stadt zunächst Entwürfe ein. Die Gewinner sollen ihre Ideen dann bis Juni 2009 verwirklichen. Die Kunstwerke sollen bis spät ins Jahr hinein stehen bleiben.
Für das Projekt im Jubiläumsjahr gibt die Stadt 140 000 Euro aus. Der Gemeinderat hat sich bei seinem Beschluss vorbehalten, eines der ausgestellten Kunstwerke für die Stadt aufzukaufen.



Peter Maier-Stein
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