19. Juli 2008

Kunstexperten im Einsatz für große Skulpturenschau

Im Jubiläumsjahr 2009 werden erstmals von März bis November sieben Skulpturen oder Installationen die Ludwigsburger Innenstadt schmücken.
Dafür hatte der Gemeinderat bereits im April dieses Jahres einen Etat von 140000 Euro bewilligt. Alle drei Jahre soll sich danach das Skulpturenprojekt wiederholen.


Die Auswahl der Kunstwerke übernimmt im Wesentlichen ein Kunstbeirat. Das hat der Gemeinderat diese Woche einstimmig beschlossen.
„Der Beirat soll durch fachliche Kompetenz eine Empfehlung für den Gemeinderat erarbeiten“, heißt es in dem Beschluss.
Der Wunsch: Es soll nicht ein einzelner Kurator die Auswahl treffen, „sondern wir wollen einen demokratischen Prozess“, so Wiebke Richert, Fachbereichsleiterin für Kunst und Kultur.
Die Stadt wird für das Skulpturenprojekt beschränkte Wettbewerbe ausschreiben. Im Kunstbeirat sitzen sieben Kunstsachverständige, jeder wird drei Künstler seiner Wahl für den Wettbewerb vorschlagen. Aus diesen 21 Teilnehmern soll der Kunstbeirat dann seine sieben Favoriten auswählen. Die muss er sich aber am Ende noch vom Gemeinderat absegnen lassen.
Die Kommunalpolitik ist freilich schon früher am Auswahlprozess beteiligt, darf nämlich einen Vertreter aus jeder der fünf Fraktionen entsenden. Dazu gesellt sich der Oberbürgermeister.
Nimmt man diese sechs Personen und aus dem Kreis der Kunstsachverständigen die Leiterin des städtischen Fachbereichs Kunst und Kultur dazu, dann haben sich Kommunalpolitik und Stadtverwaltung eine Mehrheit im 13-köpfigen Kunstbeirat gesichert.
Bis spätestens Dezember dieses Jahres soll der Beirat seine sieben Vorschläge für 2009 dem Gemeinderat zur Entscheidung präsentieren.
Nach jedem Projekt behält sich die Stadt vor, das eine oder andere Kunstwerk anzukaufen.
Bei der Auswahl, so die Meinung im Gemeinderat, will man die Ludwigsburger Bürger möglichst weit mit einbeziehen.
„Das wird einer der Höhepunkte im Jubiläumsjahr“, sagte Siegfried Rapp von den Grünen, deren Antrag das Skulpturenprojekt mit angeschoben hatte.
Für Rosina Kopf (CDU) ist das Projekt „der Beginn einer neuen Tradition“. Roland Glasbrenner (Freie Wähler) erhofft sich neben dem kulturellen Akzent auch eine Belebung der Innenstadt.
Albrecht Bergold (SPD) schlug vor, der Kunstbeirat möge nicht nur sieben, sondern weitere drei Projekte vorschlagen, dann bliebe dem Gemeinderat bei dessen Entscheidung noch ein gewisser Spielraum. Eine Idee, die auch Johann Heer (FDP/Lubu) unterstützte.
Peter Maier-Stein
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