KREIS LUDWIGSBURG | 09. September 2008

Leckeres am Ketchup-Boulevard

Besigheim – Die Komet-Mitarbeiter aus Verwaltung und Vertrieb kommen „von drüben“. Will heißen: Sie müssen die rund 300 Meter von der Zeppelinstraße 3 in die Kantine, die sich im Werksgebäude an der B 27 befindet, zu Fuß gehen. Die Kollegen aus der Produktion haben einen kürzeren Weg. Eine Treppe höher und sie sind da.

Bilder: Alfred Drossel

Bei einem weltweit agierenden Industrieunternehmen und Bohrwerkzeugspezialisten wie Komet liegt es nahe, dass der Weg über eine Treppe aus Raupenblech in die Kantine führt. Schnörkellos öffnen sich die rund 440 Quadratmeter mit einem zweckmäßig eingerichteten Hauptraum und den drei neu angebauten Nebenräumen. „Diese kleineren Einheiten können bei Bedarf reserviert werden beispielsweise für Gäste oder Seminarteilnehmer“, sagt Unternehmenssprecher Michael Rauscher. „70 Sitzplätze haben wir durch den Anbau hinzugewonnen.“
Ringsherum große Fensterfronten lassen viel Tageslicht auf die in Reih’ und Glied aufgestellten, Tischreihen fallen. Etwa 160 Mitarbeiter finden hier einen Platz an der Sonne und genießen den Blick auf das Besigheimer Altstadtpanorama. Üppige Pflanzen bilden kontrastreich grüne Oasen.
Vorbei an der „Piazza di Miracoli“, wie rechter Hand auf einem Schild über der Spülküche zu lesen ist, holen sich die Mitarbeiter ein Tablett. Ein kurzer Blick auf die Tageskarte erleichtert die Wahl zwischen den drei Menüs, darunter ein vegetarisches wie eine fleischlose Frühlingsrolle, zu je rund 3,50 Euro.
„Den sogenannten Tipp des Tages, das Essen vom Vortag, biete ich ein wenig günstiger an“, ergänzt Betriebsleiter Hendrik Vogel von der Apetito GmbH. Das Catering-Unternehmen aus dem nordrhein-westfälischen Rheine kümmert sich im Auftrag der Komet Group um das leibliche Wohl der Arbeiter und Angestellten.
Nach sechs Jahren kennt der Küchenchef deren Essensgewohnheiten. „Fisch muss immer paniert sein, gedünstet geht gar nicht.“ Spätzle gibt es jeden Tag. Linsen und Sauerbraten, aber auch Kurzgebratenes vom Grill wie Garnelenspieße oder Zwiebelrostbraten, sind die Renner. „Da bräuchte ich von den anderen Essen nur Attrappen hinstellen“, meint Vogel augenzwinkernd, dessen Büro sich – laut Beschilderung – am „Ketchup-Boulevard“ befindet.
Um die Mittagszeit stürmen die Schüler und Lehrer der Maximilian-Lutz-Realschule sowie des Christoph-Schrempf-Gymnasiums in die umgebaute Kantine, gegen später kommen dann die Geschäftsführer. Zu Stoßzeiten kann es an der neuen Ausgabetheke, die sich L-förmig dem Raum anpasst, schon mal eine Warteschlange geben. In der „Miracel-Whip-Allee“, der Küche dahinter, arbeitet das Team Hand in Hand. Neben der Station mit einem frischen Angebot an Desserts sowie verschiedenen Salaten, die sich jeder selbst zusammenstellen und würzen kann, steht die Kasse.
Ewald Hasselkuss, Mitarbeiter in der Mechatronikentwicklung, und Gerhard Stolz, Prokurist und Leiter der Rechtsabteilung, loben nicht nur die Erweiterung des Baus, sondern auch den vielseitigen Speiseplan. Oliver Schlayer, Mitarbeiter im Qualitätsmanagement geht fast jeden Tag in die Kantine. „Das Essen ist sehr deliziös.“

Britta Slusar
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