22. Oktober 2008

Rollläden helfen sparen

Auch in bereits modernisierten Dachgeschosswohnungen lässt sich mit einfachen Mitteln zusätzlich Energie sparen. Dabei muss man auf angenehme Raumtemperaturen nicht verzichten.

Bild: VELUX Deutschland GmbH

Montieren Mieter oder Eigentümer auf ihren Dachfenstern zusätzlich einen Außenrollladen, erhöht dies in kalten Wintermonaten die Wärmedämmung. Sogar bei neuen Fenstern lässt sich rechnerisch eine Verbesserung um bis zu 18 Prozent erzielen.
Das Luftpolster zwischen Scheibe und Rollladen isoliert und dämmt zusätzlich. Bei VELUX-Produkten verbessern ausgeschäumte Lamellen die Dämmeigenschaften noch weiter.
Schließt man die Rollläden im Herbst und Winter rechtzeitig, lässt sich der Wärmedurchgang je nach Fenster deutlich reduzieren. Besonderen Komfort eröffnet der Einsatz motorisierter Modelle, bei denen Abläufe mit einer Fernbedienung automatisch gesteuert werden. So kann der Bewohner vorab zeitgenau festlegen, dass sich der Rollladen am Abend automatisch schließt und am nächsten Morgen wieder öffnet, wenn die ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster fallen sollen.
Die Abläufe werden auf die Minute genau ausgeführt, auch wenn die Bewohner nicht zu Hause sind. So ist ein optimales Verhältnis von passivem Energiegewinn durch Sonneneinstrahlung und Wärmedämmung bei geschlossenem Rollladen zu erzielen.
Die Montage von Rollläden ist meist ohne viel Aufwand und schnell erledigt, da viele Anbieter – so zum Beispiel VELUX – die Rollläden passgenau auf ihre Fenster abstimmen.
So ist die Bedienung manuell oder mit Motor möglich und dabei durch Solartechnologie sogar ohne Kabel ausführbar. Für den nachträglichen Einbau ist ein solarbetriebener Rollladen besonders geeignet, denn bei diesen Modellen sind weder für den Betrieb noch für die Steuerung Kabel notwendig. Handwerker müssen also keine zusätzlichen Elektroarbeiten ausführen, Mietern und Eigentümern bleiben lästige Renovierungen wie Tapezier- oder Malerarbeiten erspart.
In der Energieversorgung ist der Solar-Rollladen autark, eine integrierte Solarzelle sorgt für ausreichend Strom – auch in der dunklen Jahreszeit.
Hintergrund: Wärmedämmwert UW: Wie gut ein Bauteil Wärme dämmt, lässt sich am sogenannten U-Wert ablesen. Je niedriger dieser ist, desto besser ist der Wärmeschutz. Für Fenster gibt man den Dämmwert mit dem UW-Wert an. Derzeit fordert die Energiesparverordnung für neue Fenster einen UW-Wert von mindestens 1,7 W/(m²K), ab 2009 sogar von 1,4 W/(m²K).
Der Gesamt-U-Wert eines Fensters ist von verschiedenen Faktoren abhängig: insbesondere dem Wärmedämmwert der Scheibe, des Rahmens und der Dämmung im Anschlussbereich. Zusätzliche Komponenten wie zum Beispiel Rollläden aber auch Sonnenschutzprodukte verbessern den Wärmeschutz weiter.
Heute sind die Wärmedämmeigenschaften von Fenstern neuerer Bauart mit 1,4 bis 1,0 W/m²K schon so gut, dass sich die Gesamt-U-Werte durch zusätzliche Faktoren wie Rollläden rechnerisch maximal um rund ein Fünftel reduzieren lassen. Doch auch dies kann auf das Jahr gesehen eine deutliche Heizkostenreduzierung zur Folge haben. VELUX-Dachfenster mit Energy-Star erzielen in Kombination mit einem Rollladen einen Spitzen-Dämmwert von bis zu 0,9 W/m²K.

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