28. Februar 2009

SRW-Spezialisten beraten

Von den derzeit niedrigen Bauzinsen haben nicht nur diejenigen etwas, die jetzt eine Immobilie bauen oder kaufen möchten. Auch Immobilienbesitzer mit einem laufenden Kredit können davon profitieren, dass Baugeld derzeit so billig ist wie seit Jahren nicht mehr.

Inzwischen sind die Folgen der Finanzkrise in fast allen Wirtschaftsbereichen zu spüren. Doch jede Krise hat auch immer etwas Positives und so können sich die Verbraucher über niedrigere Zinsen für Baudarlehen freuen.
Vom Zinstief können den SRW-Experten zufolge auch Kreditnehmer profitieren, deren Zinsbindung erst in bis zu 42 Monaten ausläuft. Mit einem Forward-Darlehen können die Zinsen schon heute gesichert werden. Wessen Kredit bereits in drei bis sechs Monaten ausläuft, kann jetzt schon eine Anschlussfinanzierung vornehmen.
Beispiel: Wer heute schon seinen in 3 Jahren auslaufenden Kredit mit einem Forwarddarlehen bei einer Zinsbindung von 10 Jahren verlängert, hat die nächsten 13 Jahre Zinssicherheit. Denn wie hoch die Zinsen in 3 Jahren stehen, kann keiner sagen.
Aufgrund der massiven Ausweitung der Geldmenge zum Gegensteuern in der Wirtschaftskrise ist in den nächsten Jahren eine deutlich höhere Inflation zu erwarten und somit auch stark steigende Kreditzinsen.
Will man beispielsweise 150 000 Euro Darlehen mit einer Festzinsschreibung von 10 Jahren verlängern, dann bekommt man heute einen Zins schon ab 4,5 %. Das entspricht einer Rate von 687,50 Euro monatlich. Steigt der Zinssatz auf 7,5 % in drei Jahren, so wäre eine Rate von 1062,50 Euro fällig. Wie geht man vor? Wer einen Baukredit hat, dessen Zinsbindung jetzt ausläuft, erhält ein Verlängerungsangebot von der Bank.
Die aktuellen Zinsen sind extrem niedrig. Das Geldinstitut bietet deshalb jetzt oft eine deutlich niedrigere Monatsrate. Trotzdem sollte kein Kreditkunde unbedacht auf die erste Bankofferte eingehen. Stattdessen empfiehlt es sich, beim Auslaufen der Zinsbindung verschiedene Angebote einzuholen. Das kann Tausende Euro sparen.
Ein Beispiel: Angenommen, vor zehn Jahren wurde ein 150 000-EUR-Kredit zu 6 % Jahreszins abgeschlossen. Bei einer 1 %igen Anfangstilgung lag die Rate bei 875 Euro monatlich und die nun weiter zu finanzierende Restschuld bei rund 129 500 EUR. Zwei Varianten zur Verlängerung des Darlehens im Vergleich:
Variante 1: Bei einem Anschlusszins von 4 % pro Jahr und einer anfänglichen Tilgung von 1 % sinkt die Monatsrate auf 540 Euro, also 335 Euro weniger. Die Restschuld in 10 Jahren wäre dann ca. 113 600 Euro.
Variante 2: Belässt man es aber bei der Rate von 875 Euro, so liegt die Restschuld im Jahr 2019 bei etwa 64 200 Euro, gleichzeitig hätte man ca. 8900 Euro Zinsen gespart. Welche Zinsbindung die richtige ist, hängt auch von den künftigen Rückzahlungsmöglichkeiten ab.
Wer sich außer der monatlichen Rate keine Sonderzahlungen leisten kann, für den ist auch eine zwanzigjährige Zinsbindung sinnvoll. Diese ist zwar ein wenig teurer, aber dafür spielen die Zinsschwankungen keine Rolle mehr.
Welches Modell für wen passend ist, können die unabhängigen Finanzplaner der SRW Die Finanzplaner AG für Sie prüfen. Sie vergleichen nicht nur aktuelle Bankangebote mit den günstigsten Konditionen, sondern bauen die Finanzierung nach den individuellen Bedürfnissen auf. Auch die Verhandlungen mit den Kreditinstituten werden von den Profis geführt.

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