LUDWIGSBURG | 12. Mai 2009

Skulptur mit blinkenden Glühwürmchen

Sieben Skulpturen werden in den nächsten Wochen in der Stadt aufgebaut. Den Anfang machte gestern ein Projekt am Holzmarkt – mit Blumen, die elektronisch gesteuert in ständig wechselnden Farben leuchten.

Bild: Alfred Drossel

Weißes Styropor in Wabenform stapelt sich am Holzmarkt. Mitarbeiter des Grünflächenamts belegen damit die Fläche rund um den Obelisken. „Was wird das“, fragen neugierig zwei Schuljungen. Der Künstler sagt einfach nur: „Ein Garten.“
Es ist aber ein besonderer Garten: Er ist zugleich Kunstwerk und wird eine der sieben Skulpturen sein, die in nächster Zeit in der Innenstadt aufgebaut werden. Von leuchtenden Quantenblumen spricht Francesco Mariotti, von einem Dialog zwischen Natur und Technologie.
Acht Steuerungen verändern nach dem Zufallsprinzip die Farbe des Lichts der Blumen, die aus Pet-Flaschen hergestellt sind. Dazwischen werden aus leuchtenden Dioden blinkende Glühwürmchen angeordnet.
Mariotti ist dieser Tage aus Zürich angereist, um die ersten Lichter zu installieren. Später wird Rasen eingesäht, es soll auf dem Holzmarkt eine echte Naturwiese wachsen. Der Künstler setzt seinen Garten auch in Bezug zur Historie. Früher habe es am Holzmarkt einen Brunnen und Gärten gegeben, erzählt er. Klänge von plätschernden Brunnen untermalen das natürlich-technische Erlebnis auf dem Holzmarkt. Mariotti hat die Geräusche auf einem Platz im italienischen Ort Laino bei Como aufgenommen – einschließlich Glockengeläut, Mopedgescheppere und dem Gerede von Waschfrauen. Von dort stammt der Baumeister des Schlosses, Donato Guiseppe Frisoni.

Hans-Peter Jans
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