KREIS LUDWIGSBURG | 05. September 2008

Speisen zwischen Carrera und Cayenne

Bietigheim – Die meisten Mitarbeiter schalten im Porsche-Casino am Standort Bietigheim-Bissingen ein paar Gänge zurück und genießen ihre Pause. Nicht nur wegen des guten Mittagessens, sondern auch wegen des ansprechenden Ambientes und der schönen Aussicht.

Bilder: Alfred Drossel

Die Exklusivität von Porsche beschränkt sich nicht auf die Fahrzeuge. Auch im Casino des Sportwagenherstellers finden die Mitarbeiter Qualität auf höchstem Niveau.
Die Gäste – so werden die Kollegen der anderen Standorte, Seminarteilnehmer, die externen Besucher und Casinogänger hier genannt – können zwischen den Standardmenüs für rund vier Euro wählen oder sich ihre Mahlzeit aus einzelnen Komponenten zusammenstellen.
„Wenn jemand beispielsweise Reis zum Zwiebelrostbraten haben möchte oder die Soße lieber nur über die Beilagen statt übers Fleisch, dann kommen wir dem Wunsch selbstverständlich nach“, sagt Sous-Chef Michael Tretziak. Frisch gekocht werde am Standort Zuffenhausen. „Wir bekommen die Speisen dann angeliefert. Nudeln, Pommes oder Kurzgebratenes wie Steaks bereiten wir vor Ort zu.“ Auch bei Porsche sind schwäbisch-bodenständige Hausmannskost und Currywurst mit Pommes der Renner.
Das Casino liegt im Erdgeschoss des Dienstleistungszentrums der Porsche AG. Sowohl die architektonische Formensprache als auch die Fassadenmaterialien korrespondieren mit der Innenausstattung. Edelstahl, Glas, dunkelgraue Bodenplatten spiegeln die Zurückhaltung des Unternehmens wider.
Die Ausgabetheke schmiegt sich elegant an die rechte Seite des Raumes. Gegenüber befinden sich die Stationen mit Suppen sowie einem Angebot an kalten Snacks. Dann folgen die Getränke und die Desserts. Dazwischen ruht eine schlanke Ellipse mit dem Salatbuffet für die Liebhaber von frischen Tomaten, Gurken oder Karotten.
Er isst am liebsten Spaghetti Bolognese, sagt Cornelius Clauser, Berater bei Porsche Consulting. „Das Essen schmeckt sehr gut. Und wenn ich das sage, will das was heißen, denn ich bin da sehr wählerisch.“ Der Gang in die Kantine sei für ihn „halb privat und halb Porsche“, denn meist tausche er sich mit Kollegen über laufende Projekte aus.
Das Casino habe einen hohen kommunikativen Nutzwert, meinen auch Angela Scheck, Mitarbeiterin bei Porsche Design, und Praktikantin Sabrina Cornelius. Auf 665 Quadratmetern gibt es verschiedene Kommunikationsbereiche, erklärt Unternehmenssprecher Heiner von der Laden. „Wer es legerer mag, setzt sich an einen der Hochtische. Zweier- bis Vierertische bieten sich für ein intimeres Gespräch an. An den großen Tischen haben bis zu acht Personen Platz.“
Wer will, kann sich bei schönem Wetter auf die Sonnenterrasse setzen. Den Blick ins Grüne und auf die Carreras und Cayennes, die wie Perlen aufgereiht stehen, gibt es gratis.

Britta Slusar
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