08. Oktober 2008

Trinkwasser entwickelt sich zu einem Luxusartikel

(vds) – Die Trinkwasserreserven der Erde verknappen sich zusehends, und ein Ende dieser Entwicklung scheint nicht in Sicht. Daher sollten auch Privathaushalte eine verantwortungsvolle „Wasserwirtschaft“ betreiben.

Weil Trinkwasser ebenso lebensnotwendig wie unersetzlich ist, könnte es eines Tages zum begehrtesten aller Luxusartikel werden. Höchste Zeit also, mit den vorhandenen Ressourcen sorgsam umzugehen.
Die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) hat mittels einer Forsa-Umfrage recherchiert, wieweit rund 61 Millionen Bundesbürger sich der Notwendigkeit bewusst sind, Trinkwasser mit Bedacht zu verwenden. Die repräsentativen Ergebnisse verblüffen: Obgleich die Vereinten Nationen das Jahr 2008 aus Sorge um das schwindende Trinkwasser weltweit zum „Year of Sanitation“ erklärten, zeigen sich deutsche Verbraucher eher unbeeindruckt und uninformiert.
Ganze sieben Prozent waren in der Lage, den eigenen Wasserkonsum pro Kopf und Tag mit „bis zu 125 Litern“ korrekt einzuschätzen. Die große Mehrheit hingegen hielt den persönlichen Bedarf für viel geringer, als er tatsächlich ist.
„Bedenklich“ findet Jens J. Wischmann, Geschäftsführer des Dachverbandes der Sanitärbranche, dass nur jeder fünfte Deutsche die Qualität seines Trinkwassers jemals hat prüfen lassen und die meisten der Befragten auch in Zukunft keine Kontrolle planen. „Über die gesundheitlichen Risiken durch verunreinigtes Trinkwasser ist kaum etwas bekannt“, konstatiert Wischmann.
Denn obwohl sauberes Trinkwasser ins Haus hineinfließt, kommt es aus der Entnahmestelle, dem „Wasserhahn“, nicht automatisch wieder sauber heraus. Sowohl das Material als auch der Zustand der haus- bzw. wohnungseigenen Installationen wie Rohrleitungen und Armaturen beeinflussen seine Beschaffenheit entscheidend.
Die VDS als Dachverband der Sanitärbranche rät daher, das häusliche Trinkwassersystem unbedingt von einem Fachbetrieb für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) entwerfen und erstellen zu lassen. Darüber hinaus nähmen die Profis vorhandene Anlagen genau unter die Lupe, sanierten zuverlässig und technisch funktional und erläuterten den ökonomisch wie hygienisch optimalen Umgang mit Trinkwasser.

Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige
Anzeige
UMFRAGE
Kanzlerkandidaten

In der SPD tobt die Debatte über den Kanzlerkandidaten. Wer sollte aus Ihrer Sicht Amtsinhaberin Angela Merkel herausfordern?

UMFRAGE
Smartphones

Sollen Smartphones in Schulen verboten werden?

Zeitschriftenvorteil