09. Juni 2009

Über Edgar Gutbub

Edgar Gutbub
 
Seit vier Jahrzehnten konstruiert Edgar Gutbub seine Plastiken ausschließlich aus geometrischen Formen. Sein Formarchiv beschränkt sich auf Quadrat, Dreieck und Rechteck. Mit diesem knap-pen Formenvokabular entwickelt Gutbub eine überraschende Vielfalt an plastischen Lösungen. Die formal reduzierten Arbeiten, die häufig offene Wände und schräge Ausschnitte aufweisen, beschäftigen sich unter anderem mit den Phänomenen der Verdichtung und Ausweitung, des Offenen und  Verschlossenen sowie des Innen und Außen. Das Werk Edgar Gutbubs ist im Zusammenhang der Konkreten Kunst zu sehen, einer Kunstrichtung, die auf mathematisch-geometrischen Grundlagen beruht. Gutbubs Arbeiten stellen, wie generell die Konkrete Kunst, nichts dar, was sie nicht selbst sind. Sie sind keine Abbildung der äußeren Realität.

Manfred Schneckenburger, ein ausgewiesener Kenner der Skulptur nach 1950, attestiert den „unaufwendigen Arbeiten eine gedämpfte Kraft der Beunruhigung, ein Herantasten an das Irreale, das als romantische Ader durch die kühlen Konstruktionen geht.“
 
 
Biografie

Geboren 1940 in Mannheim

1961-1963
Studium der Bildhauerei am der freien Akademie Mannheim

1963-1969
Studium der Bildhauerei an der Hochschule für bildenden Künste Berlin

1972
Villa Romana-Preis, Florenz

1975-1976
Stipendium der Cité International des Arts, Paris

1981
Stipendium der Hand Hollw Foundation und des Deutschen
Akademischen Auslanddienstes, USA

1990-1995
Gastprofessuren an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
und der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main


Ausstellungen (Auswahl)

1973
Museum Folkwang, Essen

1975
Galerie Müller-Roth, Stuttgart

1990
Schleswig-Holsteiner Kunstverein und Kunsthalle, Kiel

1991
Hällisch-Fränkisches Museum, Schwäbisch Hall

1992
Galerie Defet, Nürnberg
Eröffnung Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt

1997
Galerie Wack, Kaiserslautern

2002
Galerie Spielvogel, München

2008
Kunstverein Schwäbisch Hall
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