09. Juni 2009

Über Hans Hemmert

Hans Hemmert
      
Die Spannung in Hans Hemmerts Werken entsteht durch den Gegensatz von Material und Inhalt. Einen Panzer („german panther“) – Symbol für Schwere, Macht und Zerstörung – errichtet Hemmert aus bunten, hauchdünnen Luftballons. Jederzeit kann einer der dünnen Ballons platzen: der Verfall wohnt dem Material inne. Hemmert, der seit 1992 zahlreiche Projekte mit seinen Künstlerkollegen von „inges idee“ realisiert, stellt in seinen Arbeiten auch ganz grundsätzliche Fragen der Bildhauerei: nach der Beziehung von Form und Inhalt, nach Volumen und Gewicht, nach dem Raum und seinem Bezug zum Betrachter. Das Spiel mit den Proportionen und der Gestalt von Alltagsgegenständen stellt diese in ihrer Funktionalität in Frage.

„Luft ist das Arbeitsmaterial von Hans Hemmert. Mit Luft befüllt er Luftballons, die er so im Raum platziert, dass sie skulpturale Qualitäten entwickeln. Hans Hemmert versteht seine Arbeit als die eines Bildhauers, nicht im traditionellen Sinn, aber doch in Hinsicht auf die auf die Auseinandersetzung im dem Raum.“ (Gerhard Finckh: „Heimordnung“, 1999)


Biografie

Geboren 1960 in Hollstadt, lebt in Berlin

1983-1989:
Studium an der Hochschule der Künste Berlin und der St. Martin’s School of Art, London

seit 1992:
Arbeiten im öffentlichen Raum mit „inges idee“

2004/2005:
Gastprofessur mit „inges idee“ an der Bauhaus Universität Weimar (Kunst im öffentlichen Raum)


Ausstellungen (Auswahl)   
   
2007
Städtische Galerie Nordhorn Kavi Gupta Gallery, Chicago

2006
„ego sum vi“, Galerie carlier | gebauer, Berlin

2005
„fighting metaphysics“, Galerie Frank Elbaz, Paris  
„allerheiligen“, Institut für moderne Kunst Nürnberg im Studio des Zumikon  

2002
„lokale vokabulare 1,2,3,4“, Museo de Arte Carillo Gil
(Project Space), Mexico-Stadt  

2000
„lokale vokabulare 1,2,3,4“, NBK Neuer Berliner Kunstverein  
„Hans Hemmert, le lieu unique“, Scène nationale de Nantes  
„rememb & imag“,  Vedanta Gallery, Chicago


Stipendien / Preise / Auszeichnungen

1998
Arbeitsstipendium der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Berlin  

1996
Arbeitsstipendium des Kunstfonds e.V., Bonn
Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige
Anzeige
UMFRAGE
Kanzlerkandidaten

In der SPD tobt die Debatte über den Kanzlerkandidaten. Wer sollte aus Ihrer Sicht Amtsinhaberin Angela Merkel herausfordern?

Zeitschriftenvorteil