KREIS LUDWIGSBURG | 04. Dezember 2010

Viele Basteleien für Groß und Klein

Wenn es draußen eisig kalt ist und Schnee vom Himmel fällt, zieht es viele Kinder und Erwachsene in die gemütliche warme Stube – zum Vorlesen oder Basteln. Ob mit Transparentpapier, Tonkarton, Filz oder vermeintlichem Abfall, gebastelt wird, was Groß oder Klein gefällt.

Etwas Passendes zum Basteln für die ganz kleinen Kinder zu finden, ist manchmal etwas schwierig. Entweder das Interesse lässt sehr schnell nach oder die „Kurzen“ essen das Material lieber statt es dekorativ zu verarbeiten. Relativ schnell lassen sich Tischleuchten verwirklichen – auch schon von den Allerkleinsten. Dazu benötigen die Bastler buntes Transparentpapier, ein Einmachglas, ein Teelicht sowie Kleister. Das Transparentpapier wird in Stückchen gerissen und auf das Einmachglas geklebt. Die Kleinsten können es in einem wilden Durcheinander übereinander kleben, größere Kinder können mit den Transparent-Schnipseln Muster oder Figuren schaffen. Sobald der Kleister trocken ist, kann man ein Teelicht ins Glas stellen und die Tischleute erstrahlt in einem warmen Licht. Wer möchte, kann Bast und Tannenzweige um das Glas binden.
Mandarinenschalen sind viel zu schade zum Wegwerfen. Wer sie nicht nur auf den Ofen legen möchte, damit der ganze Raum nach Mandarinen duftet, der kann sich ein Duftbändchen basteln. Dazu wird eine Mandarine benötigt, ein etwa 20 Zentimeter langer Golddraht sowie Holzperlen in der Lieblingsfarbe und ein dünnes, etwa 20 Zentimeter langes Textilbändchen. Zuerst die Mandarine schälen und in daumennagelgroße Stücke reißen. Dann immer zwei Stücke aneinanderlegen. Mit dem Draht ein Loch in die Mitte der Schalen pieksen und durchstechen. Immer abwechselnd ein Schalenpaar und eine Holzkugel auffädeln – bis die Mandarinenschalen alle sind. Zum Schluss die Drahtenden zusammendrillen, eine Schleife drumrum machen – damit das Duftbändchen am Weihnachtsbaum oder an einem Tannenzweig aufgehängt werden kann. Hübsch sieht es aus, wenn ein rotes Textilbändchen um die Drahtschleife geschlungen wird. Was tun mit der Mandarine? Einfach essen. Guten Appetit.
Sehr beliebt in der Adventszeit sind auch Lichthäuschen. Wer möchte, kann sich eine ganze Lichterstadt bauen – aus Milch- oder Safttüten. Die Kinder sollten dafür allerdings schon etwas älter sein oder die helfende Hand eines Erwachsenen haben. An einer der breiten Seiten der ausgespülten Tüte unten mit einem Cutter oder einer Schere ein faustgroßes Loch schneiden. An den übrigen Seiten mit Cutter oder Schere Öffnungen für Haustür und Fenster schneiden. Kleinere Kinder können die Tüten dann mit Fingerfarben anmalen, größere können Wasser- oder Acrylfarben nehmen. Das Ganze trocknen lassen und die Fenster- und Türen-Ausschnitte mit buntem Transparentpapier hinterkleben. Ein Stück Tonkarton zusammenrollen, oben als Schornstein in die Tüte stecken. Fertig ist das Lichthäuschen und der Anfang für die Lichterstadt gemacht.
Zusammen basteln macht mehr Spaß: Zum gemeinsamen Werkeln eignen sich zum Beispiel Apfelnikoläuse. Einer mal ein Gesicht auf eine Walnuss malen, der andere steckt in die Mitte der stumpfen Walnuss-Seite ein Streichholz. Die Nuss und das Streichholz dann in die Apfelblüte stecken. Aus Tonpapier einen Halbkreis mit etwa fünf Zentimeter Radius ausschneiden. Daraus ein spitzes Hütchen formen und am Walnusskopf ankleben. Das Gesicht mit einem Wattebart versehen und mit Watte den Hut dekorieren. Den Apfelnikolaus auf Tannenzweige stellen.

Vom Duftbändchen über die Tischleuchte bis zum Milchtüten-Lichthäuschen. Gebastelt wird genau das, was gefällt. Bilder: Ramona Theiss

Inge Hartmann
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