LUDWIGSBURG | 19. Dezember 2007

Vom Studenten-Job zum Familienunternehmen

(kaja) – Der Herr hat die große Kunst: Riesige Pyramiden, massige Nussknacker. Die Dame verkauft Engele und filigranen Baumschmuck. Das Ehepaar Hoffmann ist seit 30 Jahren auf dem Weihnachtsmarkt vertreten.

Bild: Alfred Drossel

Als Studenten haben sie sich 1977 ein kleines Zubrot mit einem kleinen Stand verdient. Viel brauchte es damals nicht dazu: „Ein Zelt, einen Tapeziertisch und ein Bettlaken“, erzählt Johannes Hoffmann. Und natürlich die Raritäten aus dem Erzgebirge, der Heimat seiner Frau Pia. Zwei Jahre zuvor hatte Johannes Hoffmann seine Herzensdame kennengelernt – und mit ihr seine Liebe zu Schwibbögen, Nussknackern und Räuchermännchen entdeckt. „Die komplette Verwandtschaft wohnt im Erzgebirge, produziert selbst“, erzählt er. So entstand schnell ein schwunghafter Handel mit den Holzarbeiten aus dem Osten.
30 Jahre später haben die Hoffmanns den ehemaligen Mini-Stand zu einem florierenden Familien-Unternehmen ausgebaut: Gleich mit zwei Ständen sind sie heute auf dem Weihnachtsmarkt vertreten.
Johannes Hoffmann bietet hauptsächlich Schwibbögen, Pyramiden und Räuchermännchen an. Seine Frau Pia hat ihren Stand auf der anderen Seite des Marktplatzes und bei ihr sind die hübschen Engelchen und feinster Baumschmuck der Renner.
Die Kinder der Hoffmanns sind mit den Holzfiguren und dem Duft von Weihrauch, der den Männchen aus der Pfeife steigt, aufgewachsen. Und: „Sie arbeiten bereits am Stand mit“, sagt Pia Hoffmann. Insbesondere die älteren Töchter haben feste Schichten: „Die Jungs halten währenddessen daheim die Stellung.“
Für Johannes Hoffmann sind die vier Wochen auf dem Ludwigsburger Weihnachtsmarkt eine Zeit, die er nicht missen möchte.
Auch wenn ein Großteil seines Urlaubs für das lukrative Hobby draufgeht. Das vergisst er, spätestens wenn wieder ein kleines Kind vor der großen Pyramide steht: „Dieser verklärte Blick – das ist einfach herrlich.“

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