22. Januar 2009

Vor Drehbeginn wird noch gefeiert

Morgen starten in Ludwigsburg die Dreharbeiten für die ARD-Vorabendserie mit dem Arbeitstitel „Made in Germany“. Zur Einstimmung gab es für alle Beteiligten am Dienstagabend eine „Warm-up-Party“ im Werkzentrum Weststadt.

Schauspieler der ARD-Serie kommen zur großen Auftakt-Party in die Weststadt.
Bilder: Alfred Drossel
Oberbürgermeister Werner Spec mit Katharina Schubert, die in der Serie die Fließbandarbeiterin Lilli Lemcke spielt.
Erst wenige Tage ist Hauptdarstellerin Katharina Schubert in Ludwigsburg – und hat von der Stadt noch nicht viel gesehen. Unter der Woche wird sie nun täglich vor der Kamera stehen, als Fließbandarbeiterin Lilli, die ihren Arbeitgeber vor dem Aufkauf durch einen Großkonzern retten will. Arbeitszeiten von8 Uhr früh bis 19 Uhr abends sind keine Seltenheit, dafür sind Alltagstrott und Langeweile Fremdworte für Schubert: „Ein Dreh ist einfach nie Routine.“

Eine Herausforderung ist die Serie für Produzent Dirk Eisfeld: „Es ist das erste Mal, dass ein komplexes Wirtschaftsthema mit Humor in eine Serie gepresst wird“, sagt er. „Wir haben uns viel vorgenommen.“

Lillis Seriengatte Thorsten Nindel hat sich gestern bereits bei der Ludwigsburger Feuerwehr umgeschaut, um sich auf seine Rolle als Feuerwehrmann Bernd richtig vorzubereiten. Der ist dem Schauspieler sympathisch: „Bernd hat eine Frau, die er liebt, und zwei nette Kinder. Er ist mit der Familie glücklich. Das ist doch schön.“ Einen Teil der Ludwigsburger Innenstadt kennt Nindel übrigens auch schon: „Ich war mal am Marktplatz – allerdings mehr aus Versehen, ich hatte mich verlaufen.“

Die am Dreh beteiligten Neu-Ludwigsburger wohnen zurzeit noch im Hotel Nestor. Für Joel Stuehl (26), der den Schüler Paul spielt, kam der Umzug sehr spontan: „Ich war einer der letzten Schauspieler, die ausgewählt wurden, und habe erst im Januar Bescheid bekommen.“ Ortswechsel gehören für ihn zum Beruf, im Vergleich zu seiner vorherigen Heimat Berlin hat ihn Ludwigsburg aber noch nicht ganz überzeugt: „Mir fehlt die Stadt. Vielleicht suche ich mir eine Wohnung in Stuttgart.“

Davon rät Kollege Patrick Jahns (24) eher ab: „Stuttgart ist keine sehr schöne Stadt“, findet er. In der Serie spielt er Lillis Sohn Theo, der wie Paul kurz vor dem Schulabschluss steht. Mit Kollege Joel Stuehl teilt er sich eine Garderobe – und über deren Ausstattung herrscht bereits Einigkeit: „Unsere wird die mit der Playstation“, sagt Patrick.

Aus dem Strahlen nicht heraus kam Ludwigsburgs OB Werner Spec. „So ein Projekt haben wir uns immer für die Stadt erträumt“, sagt er. Schauspielambitionen hat das Stadtoberhaupt allerdings nicht: „Das können andere besser.“
Sabine Reifenberger
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