05. Mai 2008

Warum bei „Latour“ und „Lafite“ nicht immer von Wein die Rede ist

Wenn Hartwig Bronner begeistert von Latour und Lafite erzählt, dann spricht er nicht unbedingt immer von edlen Tropfen aus Frankreich. Der Weinhändler hat nämlich seine beiden Labradore nach den berühmten Weingütern genannt – unübersehbares Zeichen höchster Wertschätzung, sowohl des Weins als auch der Tiere.

Bild: Alfred Drossel


Auch wer bei Bronners den Garten betritt merkt auf den ersten Blick: In diesem Haus gehören die Vierbeiner einfach dazu. Denn da bewachen zwei Labradorskulpturen das Garagentor. Der in Ludwigsburg weniger als Kunstsammler denn als erfolgreicher Kommunalpolitiker, früherer IHK-Vizepräsident und Unternehmer bekannte Hausherr hat sie bei einem Antiquitätenhändler am Bodensee entdeckt und spontan erstanden.
Das Bewachen überlassen die beiden pechschwarzen Labradore denn auch ganz gerne diesen Steinkameraden. Sie selbst ziehen – zumindest im Winter – die behagliche Wärme der Bronner’schen Küche und natürlich die Nähe von Frauchen und Herrchen vor.
Diese können sich ein Leben ohne ihre Gefährten auf vier Pfoten ohnehin nicht mehr vorstellen. „Früher haben wir für die Ferien immer mal wieder ein Haus gemietet, aber da sind Hunde meist nicht erlaubt und ein paar Wochen so ganz ohne – da hat einfach etwas gefehlt“, erzählt Bronner.
Das sei dann auch mit ein Grund für den späteren Kauf eines Feriendomizils gewesen. Wenn es seither auf Reisen geht, hopsen Latour und Lafite schneller ins Auto als da irgendjemand Koffer verstauen kann.
Dort, wo dann Sand und Staub an der Tagesordnung sind, genießen die beiden eine weitere Wonne: „Sie können es gar nicht erwarten, bis meine Frau ihnen mit dem Staubsauger das Fell sauber saugt“, verrät Bronner.
Lafite und Latour sind nicht die ersten Hunde des Ehepaars Bronner. Beide sind mit Vierbeinern aufgewachsen und nach ihrer Hochzeit gab es erst einen Rauhaardackel, dann einen Cocker-Spaniel und später eben immer wieder Labradore – für Hartwig Bronner auch ideale Jagdgefährten.
Latours und Lafites Leidenschaft gehört hingegen weniger der Suche nach Karnickeln oder erlegtem Federvieh, als der Familie und natürlich den begehrten Hundekeksen. Die zaubert Frauchen eingestandenermaßen „zu allen angebrachten und unangebrachten Gelegenheiten“ aus ihren Taschen. „Lafite und Latour stammen nicht aus einer Jagdhund-Zuchtlinie und sind auch nicht so abgerichtet“ erklärt Susanne Bronner. Ihr hingegen folgen sie auf Schritt und Tritt.
Auch von Eltern kennt man das: Bringt das Kind gute Noten, dann ist das „mein Sprössling“, geht etwas in die Hose, ist plötzlich von „deinem Sohn“ oder „deiner Tochter“ die Rede. Die Variante im Hause Bronner: „Ich gehe jetzt mit meinen Hunden“, sagt Herrchen, wenn er sich mit den beiden auf den morgendlichen Spaziergang macht. „Deine Hunde sind da“, tönt es hingegen vom Hauseingang, nachdem die drei mal wieder tüchtig durch den Matsch gestapft sind. Tja, sie sind eben eine richtige Familie.

Annette de Cerqueira
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